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Damme
Ein Hund als Füllmaterial für einen Deich? – So will es zumindest die Legende für die Herkunft des schwarzen Hundes im Wappen von Damme.
Die idyllische Kleinstadt zeichnet sich heute durch eine hervorragende Gastronomie aus. Doch nicht die Gastronomie verhalf Damme zu Wohlstand, sondern der Deich, in dem der besagte Hund als Füllmaterial gedient haben soll.
Dieser besagte Deich oder Damm wurde 1168 erbaut, um die Bewohner von Brügges vor einer Sturmflut zu schützen. Von Cadsand bis 6 Kilometer vor Brügge entstand ein Damm, abgeschlossen wurde er durch eine Hochseeschleuse. Schiffe mit Waren aus der ganzen Welt passierten die Schleuse.
Der Wasserweg nach Brügge versandte jedoch langsam sowie auch der Brügger Hafen und machte den Transport mit großen Schiffen unmöglich. Die Ware mussten in Damme umgeladen und mit flacheren Schiffen oder auf Karren nach Brügge transportiert werden. Mehr und mehr Häuser entstanden rings um die Schleuse, zahlreiche Kontoren säumten die Kais.
1180 bekam Damme die Stadtfreiheit. Doch das Glück der Stadt währte nicht lange. 1213 wurde Damme im Krieg total zerstört, 400 Schiffe lagen im Hafen auf Grund.
Damme wurde wieder aufgebaut – als eine Festung.
Die Wirtschaft florierte noch für weitere 100 Jahre. Die Frachtschiffe wurde immer größer, in der Mitte des 14. Jahrhunderts konnten die Schiffe auch den Damm nicht mehr durchqueren und so kehrte Ruhe in Damme ein. Zeebrügge übernahm die Funktionen des externen Hafens für Brügge.
Till Eulenspiegel:
Der Till Eulenspiegel des Autors Charles de Coster hat nichts mit dem deutschen Possenreiter gemeinsam. Die flämische Romanfigur kämpfte gegen die Spanier und die Inquisition. Als treuer Wächter Flanderns ist Till Eulenspiegel im des Gedächtnis der Flamen.
Nora Langerock


