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Landidyll bei Beja – Vila Galé Clube do Campo

Eingang des Hotels Vila Galé do Campo

Eingang des Hotels Vila Galé do Campo. Fotos: Daniela Hesse

In der ländlichen Idylle liegt unweit von Beja das Landhotel Vila Galé Clube de Campo. Da sich direkt nebenan das Weingut Santa Vitória befindet, das ausgezeichnete Weine und Olivenöl produziert, muss man zunächst weite Weinfelder und Olivenbaumhaine durchqueren, bevor man das im Landhausstil gehaltene Hotel erreicht. Bekanntlich sind dort wo Störche wohnen auch mehr Kinder und so sieht man nicht nur zahlreiche Storchennester rund um das Hotel, sondern auch viele Familien mit Kindern. Sie können hier am Pool oder am nahe gelegenen See entspannen oder die zahlreichen Aktivmöglichkeiten wie Reiten, Mountainbiken, Quad fahren, Eselreiten und Ballonfahren nutzen. Für Firmen bietet das Hotel eine besonders schöne Gruppenaufgabe: Mit vereinten Kräften muss in der ehemaligen Stierkampfarena ein vietnamesisches Schweinchen eingefangen werden. Relaxter geht es hingegen im Spa zu, wo auch die Vinotherapie zum Einsatz kommt.

Herdade da Malhadinha Nova – ein wahr gewordener Traum

In nur 15 Minuten Entfernung befindet sich eines der schönsten Landhotels des Alentejo. Hier begann für die Brüder João und Paulo Soares 1998 die Verwirklichung eines Traumes, als sie das alte Weingut Herdade da Malhadinha von einem brachliegenden Acker in eines der besten Weingüter des Landes verwandelten. In Videos und auf Fotos wirken die Soares-Brüder wie Menschen von nebenan. Dennoch verbinden sich im Landhaus-Hotel und Restaurant und in den hergestellten Produkten das Ländliche mit dem Stilvollen.

 

Landhaus Malhadinha Nova: Pool mit Ausblick

Landhaus Malhadinha Nova: Pool mit Ausblick

So genießt man im Landhaus, in dem für Gäste zwölf Zimmer zur Verfügung stehen, Ruhe und Luxus. Die Zimmer sind gemütlich, aber auch modern mit jedem Komfort ausgestattet. Das ehemalige Bauernhaus – vor wenigen Jahren noch eine verfallene Ruine – liegt auf einer Anhöhe und ist von Gras- und Weinfeldern sowie Weideflächen für die schwarzen Schweine, Lusitaner-Pferde und Alentejo-Rinder umgeben.

 

Trotz allem Luxus herrscht in dem Landhaus Herdade da Malhadinha Nova Country House & Spa eine familiäre Atmosphäre vor. Zu Lounge-Klängen kann man sich mit einem Glas des hauseigenen Weines auf der Terrasse oder auf der Couch vor dem Kamin entspannen. Überall gibt es kuschelige Ecken, die zum Faulenzen und Lesen einladen. Zeitschriften und Bücher stehen im Regal griffbereit, für die kleinen Gäste gibt es Gesellschaftsspiele und DVDs.

 

Weinkeller der Herdade Malhadinha Nova

Weinkeller der Herdade Malhadinha Nova

Bei heißem Wetter bietet der Pool eine kühle Erfrischung. Im Spa kann man sich verwöhnen lassen. Wer Lust hat, kann auch zusammen mit Köchin Vitalinha alentejanische Gerichte nachkochen. Wir sehen dabei zu, wie sie uns eine Süßspeise namens Sericaia zaubert, die wir beim Abendessen auch als Dessert probieren.

 

Während vor dem Landhotel zwei Schafe Wache schieben, passt vor dem Restaurant, das circa fünf Minuten Fahrtzeit entfernt liegt, der liebenswürdige Wachhund Afonso auf. Der Rafeiro Alentejano, eine den Sennenhunden ähnliche Hunderasse, ist zwar äußerst gutmütig, die Restaurantgäste beäugt er dennoch neugierig. Direkt neben dem Restaurant befindet sich die Weinkelterei, in die bei unserem Besuch gerade die frisch geernteten Trauben gebracht werden. Zu lauter, moderner Fado-Musik werkeln die überwiegend jungen Mitarbeiter und verleihen dem Beobachter das Gefühl, im Film „Charlie und die Schokoladenfabrik“ gelandet zu sein.

 

 

Safari-Feeling bei einer Jeep-Tour über das Landgut

Safari-Feeling bei einer Jeep-Tour über das Landgut

Nach diesem etwas bizarren Erlebnis gehen wir ins Restaurant. Hier lassen wir uns nicht nur die hervorragenden Weine der Herdade da Malhadinha Nova schmecken, deren Etiketten allesamt von den Kindern der Gutsbesitzer gestaltet wurden, sondern auch das gute Essen.

Zum Einstieg probieren wir das Olivenöl, doch besonders vorzüglich schmeckt das Steak von den gutseigenen Rindern. Gut, dass wir den Tieren erst am nächsten Tag bei einer Jeep-Rundfahrt übers Gut begegnen! So können wir unser letztes Abendessen im Alentejo ohne große Gewissensbisse genießen.

Am nächsten Tag heißt es für uns Abschied nehmen von dieser Ruhe-Oase im heißen Süden Portugals, das mit seinen savannenartigen sonnengebleichten Feldern mancherorts sogar an Afrika erinnert. Und so mag es nicht verwundern, dass ich bei der Rückkehr in Frankfurt einen Kulturschock bekomme: So viele Menschen, graue Wolkenkratzer und das nasskalte Wetter haben mich wieder. Ach, wäre ich doch im Alentejo geblieben…

 

Daniela Hesse


Schwarze Schweine

Schwarze Schweine

Leckeres Rindersteak
Leckeres Rindersteak
Backen mit Vitalinha
Backen mit Vitalinha
Gemütliche Zimmer
Gemütliche Zimmer


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