EINE REISE MIT DEM TRANSCANTABRICO DURCHS GRÜNE SPANIEN
Suchen und buchen - Aktuelle Angebote Reisen Grünes Spanien
Baskenland – Gourmettempel und Sehenswürdigkeiten in San Sebastian und Bilbao
Um 6.45 setzte sich unser Zug in Bewegung, gegen 8.30 Uhr traf man sich im Zugrestaurant zu einem meist sehr leichten Frühstück und zu einer Tasse Kaffee und pünktlich um 10 Uhr standen wir alle vor dem Hauptbahnhof. Von hier aus ging es unverzüglich nach San Sebastian, der Perle des Baskenlandes, der Stadt am Meer, deren Bucht ein wenig an Rio de Janeiro erinnert.
San Sebastian ist ein beliebter Badeort, wir waren aber aus anderen Gründen dort und hatten außerdem nur wenig Zeit für die Stadt selber.
Nur eine Fahrt auf den Hausberg der Stadt, dem Monte Igueldo stand auf dem Programm, ein kurzer Stopp mit der Gelegenheit, einige (Gegenlicht-)Fotos zu schießen, und schon ging es weiter.
Im Nachhinein hätte das Gros der Gruppe die Zeit lieber für einen Gang entlang der Uferpromenade genutzt: Für einen kurzen persönlichen Eindruck und für die Qualität der Bilder wäre es besser gewesen.
Besuch im Chillida-Museum
Als Entschädigung winkte ein Besuch im 10 Kilometer außerhalb der Stadt liegenden Chillida-Museum.Eduardo Chillida (1924-2002) ist einer der bekannten Söhne der Stadt San Sebastian, ein Bildhauer, der vor allem durch seine großen Eisenskulpturen bekannt geworden ist. Seinen Arbeiten entsprechend ist der größte Teil des Museums ein Skupturenpark in einer weitläufigen Parklandschaft.
Auf zwölf Hektar Fläche sind 40 großformatige Skulpturen zu sehen, aber auch ein Museumbau findet sich. Es ist ein urbaskisches Bauernhaus aus dem Jahr 1594, ein repräsentatives Gebäude mit vielen sichtbaren Eichenbalken und rustikalem Mauerwerk.
Das in die Jahre gekommene Bauernhaus wurde ab 1984 sorgfältig und mit hochwertigen Materialien restauriert. Die auf den ersten Blick vielleicht unpassend erscheinenden Stahltüren schlagen einen Bogen zu seinen Werken außerhalb und innerhalb des Hauses.
In dem Museum finden sich hunderte von kleineren Arbeiten des Künstlers: Skulpturen aus Stein oder Eisen, Zeichnungen und Gemälde.
Das im Jahr 2000 eröffnete Museum hat keine vorgeschriebenen oder vorgeschriebenen Wege, jeder Besucher kann sich frei bewegen und sich seinen Weg selber suchen.
Chillida war mehr als ein Bildhauer. Er war ein Mensch, der sich stark für Geschichte und Philosophie interessierte, der viele Fragen stellte und mit Persönlichkeiten wie Martin Heidegger oder dem spanischen Dichters Jorge Guillén befreundet war. Der Rahmen für seine Arbeiten und seine Gedanken und Gefühle waren Regen, Erde, Licht und Luft.
Wir ließen uns von unserer Museumsführerin Ane Areistregui in das Leben und Schaffen des Künstlers einführen, stromerten anschließend noch ein wenig über das Gelände und fanden uns anschließend vollzählig vor dem Bus ein.
Der kulinarische Höhenpunkt der Reise - Martín Berasategui
Denn der kulinarische Höhenpunkt der Reise stand bevor: Der Besuch im Restaurant Martín Berasategui, einem der Drei-Michelin-Sterne-Restaurants des Baskenlandes. Übrigens, in ganz Spanien gibt es nur sieben Restaurants mit der höchsten Auszeichnung für Restaurants.
Die Stahltafeln vor dem Restaurant, das am Rande einer normalen Wohngegend liegt, erinnerten wiederum an Chillida, im Inneren gaben allerdings andere Materialien den Ton an.
Der Empfang war nett, unsere Tische schnell erreicht. Jetzt hieß es erst einmal Luft holen, sich umschauen, ankommen. Das Auge schweifte beim Blick aus dem Fenster über eine herbstlich-hüglige Bauernlandschaft mit Wiesen, Bäumen und Höfen: nett.
Es folgte ein Glas Champagner und ein herrliches Menü aus 11 Gängen. Da jeder Gang für sich zwar ein Kunstwerk war, aber die Menge auf dem Teller stimmte, waren wir, wie es sein sollte, nach dem letzten Dessert nur angenehm gesättigt, nicht überfordert. Der Service war engagiert und distinguiert freundlich. Nur der Weinkellner blickte ausschließlich auf seine Gläser, die Gäste schienen für ihn nur Luft zu sein.
Anschließend brachte uns der Bus zurück nach Bilbao. Es war früher Abend, eine gute Zeit durch die Altstadt zu bummeln und sich das Treiben auf den Straßen anzuschauen. Alle Geschäfte, von Modeboutique bis Feinkostgeschäft, hatten noch geöffnet und so konnten wir noch das eine oder andere Schnäppchen machen.
Dinner im Restaurant Etxanobe
Danach ging es zurück zum Transcantabrico, frisch machen und los zum Abendessen. Das Restaurant Etxanobe im Palacio Euskalduna ist eines von elf Ein-Sterne-Restaurants des Baskenlandes.
Ich freute mich auf das Menü, hatte ich doch im Mai 2009 das Vergnügen die Kreationen des Küchenchefs Fernando Canales während einer Baskenland-Präsentation am Düsseldorf-Hafen zu testen.
Von der Terrasse im vierten Stock hatten wir einen guten Ausblick über das nächtliche Bilbao. Dabei konnten wir Herrn Canales beim Zubereiten der Amuse Gueule zuschauen, ein Glas Wein oder Sidra trinken und uns auf das Dinner freuen.
Der Service funktionierte wie ein Uhrwerk, das Ambiente war modern-verspielt und sogar die Akustik konnte überzeugen: Es war trotz vieler großer Tische angenehm leise im Restaurant. Sicherlich schluckte die Decke das Gros der Geräusche.
Ein gastronisches Fazit der Reise
Das Menü im Restaurants "Etxanobe" war sehr gut, kreativ und lecker, ein ganz anderer Stil, aber ebenso empfehlenswert wie das Restaurant "Martin Besartagui". In ähnlichen Liga spielen das „De Loya Restaurante“ in asturischen Oviedo und das "ANNUA" im kantabrischen San Vicente de la Barquera.Anschließend ging es langsam zurück zum Transcantabrico. Bevor wir aber das letzte Mal unsere Suiten aufzusuchten, gab es noch eine Abschiedsparty, die sich für den einen oder anderen noch bis gegen 3 Uhr in der Früh hinzog.
Samstag: Guggenheimmuseum, Stadtbummel und Abflug
Am nächsten Morgen löste sich unsere Gruppe auf. Jeder musste zu einer anderen Uhrzeit am Flughafen von Bilbao sein. Meine Maschine hob erst am späten Nachmittag ab, genügend Zeit noch etwas durchs Guggenheimmuseum zu gehen, sich noch etwas die Stadt anzuschauen und einige Pintxos am Plaza Berria (Plaza Nueva) zu essen und ein letztes Glas Txakoli zu trinken.
Einige Links zu weiterführenden Information:
Organisation Grünes Spanien, Infos zu Galicien, Asturien, Kantabrien und Baskenland: Greenspain.org
Unser Hotel in A Coruña: Hesperia-finisterre.com
Webseite der Gemeinde Viveiro: Viveiro.es
Unser Restaurant bei Viveiro: Valdonaseiro.com
Gourmetrestaurant von Issac und Javier Loya: DeLoyaRestaurants.com
Pepín-Route in Sirviella: LaTorraya.com
Restaurant ANNUA in San Vicente de la Barquera: Annuagastro.com
Webseite der Gemeinde Santillana del Mar: Santillana-del-mar.com
Museum Cillida in Donestia-San Sebastian: MuseoChillidaleku.com
Internetauftritt des Restaurants Martín Berasategui: MartinBerasategui.com
Restaurant Etxanobe Etxanobe.com
Unsere Bildergalerie der Reise mit dem El Transcantabrico...
















