WANDERARTEN - BARFUSSWANDERN

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Wandern als Kneippkur und Fußreflexmassage

Für Wanderfreunde gibt es heutzutage viele Wege, ihrer Leidenschaft zu frönen. Eine auf den ersten Blick eher verschrobene Variante ist das Barfußwandern. Doch diese Art der Fortbewegung scheint gerade bei jüngeren Wanderern im Trend zu liegen. Aktive Barfußwanderer berichten, dass ihre Gemeinde langsam aber stetig wächst - und glauben, dass es dafür gute Gründe gibt.

 

Der konventionelle Wanderer kann den Barfüßlern in den wärmeren Jahrezeit auf fast allen Wanderwegen begegnen. Nur Schotterflächen und gekieste Wanderautobahnen werden eher gemieden. Die "Barfußjünger" schwören auf die elementare Naturerfahrung, die ihre Art zu wandern ermöglicht, und betonen die Schonung der Mikroflora und -fauna durch den Schuh-Verzicht. Trekking-Sandalen oder leichte Schuhe werden nur "für den Notfall" im Rucksack mitgenommen.

Barfußwandern ist gesund

Der vielleicht wichtigste Vorzug des schuhlosen Wanderns: Es ist außerordentlich gesund.
Die Deutsche Wanderjugend (DWJ) nennt u. a. folgende gesundheitsfördernde Effekte:

 

  • Vorbeugung gegen Fußkrankheiten und Fußdeformationen
  • Stärkung der Immunabwehr (Kneippeffekt)
  • Verbesserung der Blutzirkulation in den Beinen Kräftigung der Muskeln, Bänder und Gelenke
  • Förderung des Wohlbefindens, beständige Fussrefelxzonenmassage.

 

Die Gefahr von Fußverletzungen durch Baumwurzeln, Steine oder Glasscherben lässt sich laut DWJ meist durch ein wenig Barfuß-Routine und Vorsicht in den Griff bekommen.

Immer mehr Barfußparks und -pfade

Um die Vorzüge des Barfußwanderns allen Wanderfreunden zugänglich zu machen, sind schon vor Jahren große Barfußparks und -pfade eröffnet worden. Bad Sobernheim (Pfalz) und Dornstetten-Hallwangen (Schwarzwald) z. B. bieten wahre Eldorados für blanke Sohlen. In landschaftlich reizvoller Umgebung findet der Besucher dort spezielle Wegstrecken auf ausgesuchtem Untergrund. Holz, Steine, Rindenmulch, Gras, Lehm oder Wasser sollen den Sinnengenuss und die gesundheitsfördernden Effekte des Barfußwanderns noch verstärken. Oft gibt es ergänzende Angebote wie Balancierstationen, Kneippanlagen und Spielplätze.


Anmerkung: 
Auch wenn spezielle Barfußpfade eine schöne Sache sind und gern genutzt werden: Unbedingt nötig sind sie zum Barfußlaufen natürlich nicht. Barfußlaufen in freier Natur ist jene Fortbewegungsart, die die Evolution "eigentlich" für uns Menschen vorgesehen hat. Dafür wurde unser Bewegungsapparat eigens gebildet. Ungeübte Barfußläufer können Barfußpfade aber prima zum "Einstieg" nutzen.



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