URLAUB IN THAILAND - BANGKOK
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Bangkok - Urlaub in der Stadt der Superlative
Viele Urlauber erleben beim Besuch der thailändischen Hauptstadt Bangkok ihren ersten Kulturschock. Das liegt vor allem an einer Tatsache: Bangkok ist mit etwa sieben Millionen Einwohnern die größte Stadt Thailands. Dementsprechend ist hier auch viel los: Menschen, Motorräder und Autos drängeln sich durch die Straßen. Motorenlärm, unbekanntes Stimmengewirr und thailändische Pop-Musik sind zu hören. Am besten stürzt man sich gleich in das quirlige Getümmel und macht sich auf zu Bangkoks Sehenswürdigkeiten.
Bangkok ist noch eine recht junge Stadt. Erst 1782 gründete König Rama I. Bangkok am Ufer des Flusses Chao Phraya, der das heutige Bangkok in Westen und Osten teilt und wenige Kilometer südlich der Stadt in den Golf von Thailand mündet. Obwohl der Name Bangkok weltweit etabliert ist, trägt die thailändische Hauptstadt eigentlich einen ganz anderen Namen – noch dazu den längsten der Welt. Der besteht aus 139 thailändischen Schiftzeichen, wird aber meist mit „Krung Thep“ abgekürzt, was soviel wie „Stadt der Engel“ bedeutet. Als beste Reisezeit für Bangkok empfehlen sich die Monate Dezember bis Februar, wenn die Temperaturen zwischen 28 und 33 Grad liegen.
Die Altstadt von Bangkok – Königspalast und Smaragd-Buddha
Bangkok ist auch heute noch Sitz der thailändischen Königsfamilie. Die wohnt jedoch längst nicht mehr im alten Königspalast, sondern zog schon Ende der 1940er Jahre in den Chitralada Palast um. Daher haben Besucher freien Zugang zu dem Gelände des Königspalastes, der auch Großer Palast genannt wird. Dort finden sich sich zahlreiche Prunkstücke der klassischen thailändischen Kunst und Architektur. Zu jedem Thailand-Urlaub gehört die Besichtigung des Tempels Wat Phra Keo, in dem sich der Smaragd-Buddha befindet. Aufwändige Verzierungen schmücken nicht nur den Thron, auf dem er sitzt, sondern auch die Außenfassade des Tempels. Als ältester Tempel Bangkoks gilt der Wat Pho, in dem sich der „Liegende Buddha“ befindet. Die vergoldete Statue ist ganze 46 Meter lang und 15 Meter hoch. Wer noch mehr über die thailändische Geschichte, Kunst und Kultur erfahren möchte, ist mit einem Besuch im nahe gelegenen Nationalmuseum gut beraten.
Chinatown – Restaurants, Märkte und Tempel
Wer Urlaub in Bangkok macht, sollte auch die quirlige Chinatown einmal gesehen haben. Die Orientierung fällt in dem schier unendlichen Straßengewirr zwar etwas schwer, doch am besten ist es sowieso, wenn man sich einfach treiben lässt. Als erste Anlaufstation empfehlen sich die Hauptstraßen, zum Beispiel die Yaowarat Road. Hier findet man Goldhändler, chinesische Apotheken mit Unmengen fernöstlicher Heilkräuter, Teestuben und Restaurants. Am östlichen Ende der Yaowarat Road befindet sich der Wat Traimit, der „Tempel des Goldenen Buddha“ genannt wird und eine wahre Touristenattraktion ist. Parallel zu Yaowarat Road verläuft die Sampeng Lane, sie war die erste Straße der verwinkelten Chinatown und besitzt auch heute noch den Charme vergangener Zeiten. Ein Laden liegt hier neben dem anderen, viele Häuser sind über hundert Jahre alt. In der Chinatown lohnen sich auch Abstecher in die Seitenstraßen, wo man versteckte kleine Tempel findet. Am frühen Morgen bietet sich ein Abstecher zum Pak-Khlong-Markt an, der mit einem großen Sortiment an frischem Gemüse, Obst und Blumen lockt.
Thonburi und Bangkok Yai - das alte Bangkok
Bangkok wurde auf einer Schwemmlandebene, am Ufer des Chao Phraya errichtet und ist von zahlreichen Wasserstraßen durchzogen. Daher bietet es sich an für die Erkundung Bangkoks ein Boot zu mieten und die Großstadt vom Wasser aus zu entdecken. Besonders gut geht das im Stadtviertel Thonburi, das am Westufer des Chau Phraya liegt. Unter König Taksin war Thonburi sogar die Hauptstadt Thailands und nach der Ernennung Bangkoks noch lange eine eigenständige Stadt. Erst 1932 wurde Thonburi mit Bangkok durch eine Brücke verbunden und schließlich 1971 eingemeindet. Die Abgeschiedenheit führte dazu, dass Thonburi seinen besonderen Charakter bis heute aufrecht erhalten konnte. So laden in Thonburi noch immer Pfalhäuser, schwimmende Märkte und kleine Tempel zu Erkundungen mit dem Boot ein.
Der Stadtteil Bangkok Yai liegt ebenfalls am Westufer des Chao Phraya, er verlieh der Großstadt ihren Namen. Zugleich befindet sich hier auch eines von Bangkoks berühmtesten Wahrzeichen: der Wat Arun, der auch unter der Bezeichnung „Tempel der Morgenröte“ bekannt ist. Vor allem der 86 Meter hohe Turm ist reich verziert. Besucher können bis auf die dritte Terrasse hinaufsteigen, von dort genießt man einen tollen Blick auf Bangkok.
Dusit – ein Besuch in der neuen Königsstadt
Das Stadtviertel Dusit liegt in der nördlichen Innenstadt Bangkoks, am Ostufer des Chao Phraya. Es ist eines der schönsten Viertel der Millionenstadt, da sich hier zahlreiche kleine und große Parks befinden. Sie umschließen die Gebäude der thailändischen Regierung und die königlichen Residenzen. Der König wohnt im Chitralada Palast, der für die Öffentlichkeit jedoch nicht zugänglich ist. Anstattdessen kann man den Wat Benchamabophit besichtigen, der wegen seiner Verkleidung aus Carrara-Marmor meist nur Marmortempel genannt wird. Ebenso spektakulär wirkt der Vimanmek Palast, der komplett aus Teakholz erbaut wurde. Er gilt mit etwa 80 Zimmern als das größte Teakholz-Gebäude der Welt und beherbergt ein Museum mit thailändischen Kunstschätzen und historischen Fotografien. Wer mit Kindern reist, der sollte den Zoo in Dusit besuchen. Unter anderem leben dort Nashörner, Tiger, Bären, Nilpferde, Elefanten und Affen, aber auch tropische Pflanzen kann man bestaunen.
Shopping in Bangkok – hier hat man die Qual der Wahl
Bangkoks Haupteinkaufsstraßen sind die Silom Road und die Surawang Road. Sie befinden sich im Südosten der Innenstadt und locken mit bunten Straßenständen und Kaufhäusern im internationalen Stil. Am Wochenende kommen Schnäppchenjäger auf dem Flohmarkt Chatuchak auf ihre Kosten. Es ist der größte Flohmarkt Thailands. Günstig shoppen kann man auch im Juni beim „Amazing Thailand Grand Sale“. Von November bis Dezember lockt der alljährliche Schlussverkauf zum Shopping-Urlaub nach Bangkok.
Bangkoks Nachtleben – bei tropischen Temperaturen durch die Nacht
Wenn die Nacht anbricht, wird es voll auf Bangkoks Straßen. Denn dann sind die Temperaturen erträglicher als an den heißen Nachmittagen. Das lädt dazu ein, das Nachtleben Bangkoks voll auszukosten. Wer sich für Thai-Boxen interessiert, sollte eine Vorstellung in den Stadien besuchen, die fast jeden Abend neugierige Zuschauer anlocken. Tanzen kann man in Clubs und Bars, lecker essen natürlich auch, zum Beispiel im Bed Superclub – hier speist man im Liegen – oder im Thanying, das für seine vorzügliche Thai-Küche bekannt ist. Auch Vorführungen des klassischen Thai-Tanzes werden vielerorts geboten.
Daniela Hesse
Bangkoks Märkte - Vielfalt auf Thailändisch
Suan Chatuchak (Thailands größter Markt): In einem nördlichen Vorort von Bangkok mit 6000 Ständen, die nach Waren geordnet sind, bietet dieser Markt ein riesiges Sortiment.
Banglamphu-Markt: Stadtviertelmarkt mit Nahrungsmitteln und Kleidung.
Bangrak-Markt: auf dem lokalen Basar kaufen viele der Spitzenklassehotels Obst, Gemüse, Fleisch und Meeresfrüchte. Stoff und Kleidung werden auch angeboten.
Bo-Be Markt: einer der wichtigsten Stoffmärkte mit chinesischer Seide.
Kao Markt: versorgt die chinesische Bevölkerung seit mehr als 200 Jahren mit traditionellen Kult- und Dekorationsgegenständen.
Khao-San-Road Markt: Rucksäcke, Wanderstiefel und andere Reiseausrüstung sowie Secondhand-Bücher, Schmuck, Kleidung, Taschen und Kassetten.
Nakorn Kasem (‘Diebesmarkt’): in Chinatown gelegen, war er einst Absatzmarkt für gestohlene Waren. Heute werden hier Töpfe, Pfannen, Antiquitäten, Keramik und Möbel feilgeboten.
Patpong/Silom Markt: viele Buden, die Souvenirs und Imitate anbieten.
Pratunam Markt: Labyrinth von überdachten Ständen. Schwerpunkt liegt auf indischen Stoffen und Nähmaterialien sowie allen Gegenständen des täglichen Lebens.
Sampeng Lane Markt: liegt im ehemaligen Rotlichtbezirk. Preisgünstige, hochwertige Stoffe, Spielzeug und Haushaltswaren.
Thewet Blumenmarkt: in einer ruhigen Kanalstraße gelegen, offenbart sich hier eine farbenfrohe Pracht an Blumen und Pflanzen aus ganz Thailand.
Schwimmender Markt in Bangkoks Umgebung
Damnoen Saduak: (110 km östlich von Bangkok gelegen): Thailands berühmtester und authentischster Schwimmender Markt mit rund 300 Booten findet täglich statt. Hauptsächlich werden Lebensmittel von umliegenden Farmen und Obstplantagen sowie Haushaltswaren verkauft. Der Markt besteht eigentlich aus drei Märkten: Ton Khem, dem größten; Reisegruppen pilgern zum Hia Kui parallel dazu; am beschaulichsten ist der Khun Phitak auf einem kleineren Kanal im Süden. Die schönste Zeit ist zwischen sieben und neun Uhr morgens.





