URLAUB AUF BALI - SANUR
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Sanur - Strand-Urlaub der sanfteren Art
Sanur bildet neben Kuta den Schwerpunkt des Tourismus auf Bali. Allerdings unterscheiden sich die beiden Badeorte im Süden der Insel deutlich voneinander: Ein Urlaub in Sanur gilt als saubere, ruhige und vornehme Alternative zum "Rummelplatzes" Kuta.
Sanurs ansehnliche Hotels breiten sich entlang des weißsandigen Strandes inmitten herrlicher "tropischer Gärten" aus. Nur das "Grand Bali Beach"-Hotel, ein zehnstöckiger hässlicher Betonklotz, wirkt in der sanften balinesischen Landschaft wie ein Fremdkörper. Das Hotel wurde 1966 von den Japanern als Reparationsleistung errichtet und markiert den Beginn des modernen Tourismus auf Bali. Etwas Gutes hatte der unansehnliche Hotelbau immerhin: Nach seiner Fertigstellung beschloss man ein Gesetz, nach dem nicht nur in Sanur, sondern auf ganz Bali kein neues Haus höher sein darf als die örtlichen Palmen.
Ohne Zweifel sehr ansehnlich ist der Strand von Sanur mit seinem vorgelagerten Korallenriff. Derart geschützt gilt er als kinderfreundlich und eignet sich gut zum Schnorcheln. Auch Urlaubern, die gefahrlos tauchen und surfen lernen möchten, bietet der Strand ideale Bedingungen. Richtig schwimmen kann man allerdings nur bei Flut. Zum Korallenriff fahren auf Wunsch spezielle Boote.
Sanur - für Kulturmuffel nur halb so reizvoll
Da der Strand von Sanur komplett von einer Uferpromenade umsäumt ist, eignet er sich auch hervorragend zum Bummeln und Flanieren. Zahlreiche kleine, landestypische Restaurants und Souvenirläden warten auf entlangschlendernde Touristen. Sehenswert sind die schönen Handwerksstuben mit kleinen Kostbarkeiten des reichhaltigen balinesischen Kunsthandwerks.
Auch wer im Urlaub einen Eindruck vom traditionellen Leben der Balinesen gewinnen möchte, ist in Sanur richtig. Vor Ort haben noch weitgehend die Priester das Sagen. Das Zusammengehörigkeitsgefühl der traditionellen Dorfgemeinschaften ist bis heute größtenteils intakt.
Die Spuren europäischer "Hochkultur" in Sanur gehen häufig auf die Zeit vor dem II. Weltkrieg zurück. Seinerzeit ließen sich zahlreiche Künstler und Intellektuelle in dem verträumten Fischerdörfchen nieder.
So kam der belgische Maler Adrien Jean Le Mayeur in den 30er Jahren nach Sanur und gründete hier seine "kosmopolitische" Künstlerkolonie. Vor seinem Ableben Ende der 50er Jahre vermachte Mayeur seine Bilder dem indonesischen Staat. Sein Wohnhaus am nördlichen Ende des Strandes fungiert heute als Museum. Ein weiteres Beispiel ist die Schriftstellerin Vicky Baum, die es ebenfalls in den 30ern nach Sanur zog. Sie verfasste hier eine tragisch-romantische Geschichte mit autobiographischen Zügen: "A Tale of Bali", die bis heute als äußerst lesenswert gilt.


