URLAUB AUF DEN BAHAMAS - FAR OUT ISLANDS
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Urlaub auf den "Far Out Islands"
Harbour Island, Abaco oder Long Island sind mittlerweile auch in unseren Breiten als beschauliche und malerische Alternativen zu Nassau/Paradise Island und Grand Bahama bekannt. Doch es gibt noch einige andere Inseln im Bahamas-Archipel, die zwar nicht unbedingt auf der touristischen Landkarte stehen, aber empfehlenswert sind für Menschen, die gern fern von jeglichem organisierten Tourismus ihre Ferien verbringen. Crooked Island, Acklins Island, und Mayaguana heißen diese weitgehend unberührten "Far Out Islands" des 700-Insel-Staates.
Circa 400 Kilometer südlich von der Hauptstadt Nassau entfernt liegen die Schwesterinseln Acklins und Crooked Island. Im 18. Jahrhundert ließen sich dort amerikanische Loyalisten mit ihren über eintausend Sklaven nieder, um eine kurzlebige Baumwollindustrie aufzubauen. Eine Mehltau-Epidemie vernichtete um 1820 die meisten Baumwollpflanzen und somit die Einkommensquelle der Plantagenbesitzer. Heute leben die insgesamt circa 420 Einwohner vom Fischfang und einfacher Landwirtschaft. Wichtigstes Exportgut ist die Rinde des Cascarilla-Baums, die als Aroma für den italienischen Campari dient.
Durch die nördlich gelegene Crooked Island Passage fand Christoph Kolumbus bereits seinen Weg in die Karibik, wobei ihm der von den Inseln herüberwehende süßliche Duft der einheimischen Kräuter und Pflanzen sofort auffiel. Bald darauf waren sie als „Inseln des Wohlgeruchs“ bekannt. Noch heute gilt die Crooked Island Passage als wichtiger Seeweg für Schiffe mit Kurs auf Mittel- und Südamerika.
Auf Crooked Island, von Kolumbus zu Ehren seiner Königin „Isabella“ getauft, fühlen sich heute Angler, Segler, Yachties und Vogelliebhaber wohl. Hier ist die Natur noch intakt, und bei nur insgesamt 11 Gästezimmern ist Ruhe garantiert. Lebhaft geht es allerdings bei der wöchentlichen Freitagsparty in der „Valley Bar“ von Colonel Hill zu. Die besten Drinks werden in der „Tiger Bar“ serviert, den neuesten Inselklatsch gibt es gratis dazu. Bahamas Air, die nationale Fluggesellschaft, steuert diese beiden Out Islands zweimal wöchentlich ab Nassau an. Zwischen Crooked und Acklins Island verkehrt eine Fähre.
Acklins Island wurde erst 1998 elektrifiziert. Bis dahin erfolgte die Stromversorgung ausschließlich durch Generatoren oder war gar nicht existent. Besucher der Insel genießen die leicht hügelige Landschaft und die endlosen Strände mit ungewöhnlichen Felsformationen, oder sie erkunden die Unterwasserwelt. Umgeben von mehr als 2.600 Quadratkilometer seichtem Gewässer gilt Acklins ebenso wie Crooked Island als Geheimtipp für die Freunde des bone-fishing (Fliegenfischen).
Mayaguana, östlichster Vorposten der Bahamas, war bis 1812 unbewohnt, dann besiedelten Zuwanderer von den „Turks-Inseln“ das Eiland. Heute ist die Insel beliebter Anlaufpunkt für Sportfischer und Yachten, die Kurs auf die Karibik nehmen. Die langen, menschenleeren Strände der Insel garantieren „Robinson-Crusoe-Feeling“; die Besitzer der insgesamt 25 Gästezimmer sorgen für Speis’ und Trank. Auf Mayaguana leben circa 300 Menschen und der bahamesische „Hutia“, eine Kreuzung zwischen Ratte und Kaninchen. Der Hutia galt bis Mitte der 60er Jahre als ausgestorben. Die Einwohner verdienen sich ihren kargen Lebensunterhalt mit Fischfang und Landwirtschaft. Der fruchtbare Waldboden lässt Obst und Gemüse gut gedeihen. Einmal wöchentlich kommt das Postboot, das die Insel mit sämtlichen wichtigen Gütern und Waren versorgt.
