URLAUB IN GRIECHENLAND - CHALKIDIKÍ
Suchen und buchen - Aktuelle Angebote Chalkidikí
Áthos
Auf dem östlichen Teil der griechischen Halbinsel Chalkidikí befindet sich die orthodoxe Mönchsrepublik Áthos. Hierzu zählen 20 orthodoxe Großklöster, in denen heute rund 2.000 Mönche leben. Eindrucksvolle Klosteranlagen befinden sich zwischen bewaldeten Felslandschaften des Berges Áthos. Er ist mit 2.033 Metern die höchste Erhebung der Republik.
Regierungssitz und Selbstverwaltung der Republik befinden sich im Hauptort Kariés. Inselgesetze werden im Parlament vom Abgeordneten eines jeden Klosters abgestimmt und festgelegt.
Áthos, auch Heiliger Berg genannt, ist ein Ort der Anbetung Gottes und Gottesmutter („Gärtchen der Gottesmutter“). Es ist ein wichtiges Zentrum für orthodoxe Religion und Kultur – ein orthodoxes Pilgerziel für orthodoxe Griechen. Auch für alle übrigen Männer, die sich für derartige Aufenthalte interessieren.
Neben spirituellem Leben und Frömmigkeit, fasziniert der Áthos besonders als Wandergebiet. Die Fortbewegung in dieser Felslandschaft ist streckenweise nur zu Fuß möglich. Die Reise nach Áthos ist ein spezieller Geheimtipp.
Naturliebhaber die Vier-Tages-Trips zu den Klöstern und dem Heiligen Berg angeboten. Für Wanderungen von Kloster zu Kloster mit Übernachtung in kleinen Mönchszellen, muss zunächst ein Genehmigungsprozess durchlaufen werden. Mit der Sondergenehmigung können für kurze Zeit unberührte Landstriche, Strände und mediterranes Klima genossen werden.
Ebenso Fürsorge und Freundlichkeit der hierlebenden Mönche, die ihre Pforten zum heiligen Ort der Ruhe und Abgeschiedenheit öffnen.
Die andere Hälfte der Besucher muss diesen Genehmigungskreislauf nicht durchlaufen.
Seit dem elften Jahrhundert ist Frauen der Zutritt zum Heiligen Áthos verwehrt. Selbst weibliche Tiere müssen vor den Klosterpforten umkehren. Die Thematik bereits desöfteren zu Kontroversen in der Europäischen Union geführt, da ein Teil der Klosteranlagen zum UNESCO-Weltkulturerbes gehören.
Dem normalen Touristen bleibt zur Besichtigung der orthodoxen Republik eine Fahrt mit dem Ausflugsboot entlang der Áthos-Küste.
Sowohl Männer als auch Frauen können die steil abfallenden Felsvorsprünge, bewaldeten Küstenabschnitte und architektonischen Klosterbauten bestaunen.
Besonders interessant sind eine Reihe wertvoller Wandmalereien aus dem 18. und 19. Jahrhundert, außerdem Ikonen, Handschriften und Fresken, die teilweise von malenden Mönchen geschaffen wurden.
Heute werden die Mönchswohnstätten mit Hilfe von EU-Geldern renoviert, um den äußeren Glanz und die innere Bedeutung dieser orthodoxen Pilgerstätte erhalten zu können.
Text: Annina Harstick


