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Mittwoch: Von Cangas de Onis und Covadonga bis San Vincente de la Baquera

Lagos de Cangas de Onis

Lagos de Cangas de Onis. Fotos: Hans-Joachim Franzen

Der nächste Tag begann trübe, das waren wir ja bereits gewohnt, aber wie am Vortag siegte letztendlich doch die Sonne: Was für ein Glück. Unser Zug verließ Oviedo gegen 7.30 Uhr, was nicht weiter schlimm war, da wir vom Abfahrtsgetute der Nachbarzüge sowieso alle hellwach waren. Bis zur Ankunft an der ersten Tagesetappe Arriondas gegen 10.00 Uhr hatten wir so ausreichend Zeit zum Frühstücken.

Der Bus brachte uns, vorbei an der berühmten Brücke von Cangas de Onis und dem Nationalheiligtum Covadonga, hoch ins Gebirge zu den zwei Seen von Lagos. Die Sonne schien, wir alle konnten herrliche Aufnahmen machen, aber alsbald zog Nebel auf. Wir wanderten über eine kleine Bergkuppe zum Nachbarsee, tranken einen Cafe Solo und schon ging es langsam zurück.

Covadonga - Kapelle und Wasserfall

Covadonga - Kapelle und Wasserfall

So blieb etwas Zeit, um in Covadonga (die Höhle des Herrn) einen Stopp einzulegen. Nahe bei der Basilika wurden im Jahr 722 bei der Schlacht von Covadonga erstmals die Mauren von christlichen Truppen besiegt. Daraufhin zogen sich die Mauren zurück und haben auch später nie Asturien erobern können.Und so konnte von Asturien aus die Rückeroberung Spanien beginnen.

Die Sonne schien und so konnten wir bei gutem Licht die Basilika und die kleine Kapelle fotografieren und die Landschaft und das Wetter genießen.

Sirviella, Pepín und ein leckeres, rustikal-asturisches Menü

Der Vormittag war aber langsam vorüber, die Essenszeit näherte sich und so steuerte unser Bus ein authentisches asturisches Dorf an, wie in unseren Reiseunterlagen zu lesen war. Das las sich ein wenig nach einer Touristenfalle, man denke an das katalanische „Dorf“ in Frankreich unweit der Autoroute du Soleil, was aber in keiner Weise zutraf. Hier störte nur der Bus, der im übrigen Probleme hatte, das Dorf wegen einer sehr engen Durchfahrt überhaupt zu erreichen, die ländliche Idylle.

Die Sonne schien immer noch, wir schauten uns kurz um und schon kam unser freundlicher Gastgeber Pepín herbeigeeilt, um uns zu begrüßen.


Picos de Europa

Picos de Europa

Viehabtrieb
Viehabtrieb
Covadonga
Covadonga
Pepín-Route
Pepín-Route
Mittagessen bei Pepín

Mittagessen bei Pepín

Im ersten Stock, in einer großen gemütlichen Bauernstube waren zwei Tische für uns gedeckt. Wie sich denken lässt, gab es keine raffinierte Kreationen zu verkosten, sondern frische Produkte aus der Region: Salate, Gamonedo-Käse, Tortilla, gebratene Zwiebelblutwurst und Chorizo auf Maisplätzchen. Auch der echte asturische Bohneneintopf durfte nicht fehlen. Dazu gab es Wein, Wasser und Sidra.

Nach dem Mittagessen führt uns Pepín durch seinen Betrieb, sprach über alte asturische Haustierrassen, Käse- und Sidraherstellung und Ökoprodukte aus Asturien.

Ribadesella - beliebter Badeort am Kantabrischen Meer

Strand von Ribadesella

Strand von Ribadesella

Anschließend ging es weiter nach Ribadesella, wo wir einen Spaziergang an der Mündung des Flusses Sella in die Biskaya entlang bis bis zur Uferpromenade des weitläufigen Strandes unternahmen.

Es schien immer noch die Sonne, der Wind war schwach und so wurde es so warm, dass man sich am Strand gut hätte sonnen können. Vielleicht wäre die Wassertemperatur ja auch noch passabel gewesen? - Aber, wir hatten sowieso nur wenig Zeit, der Zug wartete auf uns.

Die Zugfahrt nach Cabezòn de la Sal, einer kleinen Stadt in Kantabrien mit etwas 5.200 Einwohnern, dauerte etwa zwei Stunden.

Restaurante Annua in San Vicente de la Barquera - Genuss am Meer

Restaurant Annua - eine ungewöhnliche Foie Gras

Restaurant Annua - eine ungewöhnliche Foie Gras

Hier wartete wieder der Bus auf uns. Er brachte uns ins zwanzig Kilometer entfernte San Vicente de la Barquera. Leider war es bereits dunkel, so dass wir von der bekannt guten Aussicht über die Küste, das Vorgebirge und die Picos de Europa nicht viel hatten.

Es war zwar dunkel, aber trocken und so konnten wir unseren Aperitif draußen auf der Terrasse zu uns nehmen. Dazu wurden Austern und verschiedene Amuse Gueule gereicht.

Das Restaurant Annua liegt direkt an der Mündung des Rio de San Vicente in das Kantabrische Meer. So konnte wir das Meer hören und riechen, dazu die Austern und anderen Leckereien essen... Das Dinner fing gut an und setzte sich auch so fort.

Schulter vom Iberischen Schwein mit Pflaume, Apfel und Nußschnee

Schulter vom Iberischen Schwein mit Pflaume, Apfel und Nußschnee

Als ersten Gang gab es beispielsweise „Fois Gras mit Haselnuss- und Armagnacaroma“. Was wir auf unseren Tellern vor uns sahen, war wirklich sehr überraschend. Es sah eher wie ein Haufen hübsch angerichteter, aber sehr trockener Krümel aus. Im Mund war es das Gegenteil: Gehaltvoll-Cremig, wie man es von einer guten Entenstopfleber erwarten kann.

Danach wurde serviert: „Gratinierte Jakobsmuscheln in Mandelsuppe“ (auf den Punkt gegart), später „Schulter vom Schwarzfußschwein mit Pflaumen-, Apfel- und Nussschnee“ und als Dessert „Pistazieneisparfait auf einem Schokoladenbett“.

Das Menü, die Weine und die tolle Stimmung in dem unmittelbar am Meer gelegenen Restaurant waren der krönender Abschluss eines schönen Tages.

 

 

Donnerstag: Von El Sopao und Santillana del Mar bis Santander – Höhlen, Höfe und Strände...


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