REISEBERICHT: AKTIVURLAUB IN ASTURIEN
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Tag 4: Asturienreise - Sidrakellerei, Ökomuseum und Gijon
Nach dem Frühstück in unserem Hotel Mirador de Moriyón, besichtigten wir die Sidrakellerei Cortina. Dort lernten wir einige Geheimnisse der Sidraproduktion kennen.
Sidra ähnelt dem französischen Cidre und wird wie er aus Apfelmost mit einem Alkoholgehalt zwischen 5° und 6° gekeltert. Der Most wird aus gepressten Landäpfeln gewonnen, dabei werden verschiedene Apfelsorten gemischt um die optimale Mischung zu erreichen.
Sidrerias oder chigres, in denen die natürliche Sidra getrunken wird, sind in Asturien reichlich zu finden und kommen einer Institution gleich. Das rituelle Einschenken dient dazu, der Sidra Sauerstoff beizufügen und den Geschmack richtig zur Entfaltung zu bringen.
Der späte Vormittag sah uns dann im Ökomuseum "Ca L´Asturcon". Neben dem Museum mit Darstellungen ursprünglicher, natürlicher landwirtschaftlicher Produktionsweisen beschäftigt sich das Betreiberehepaar - das auch urgemütliche Ferienwohungen vermietet - mit der Zucht alter Haustierrassen. Auch zur Erhaltung der ursprünglichen asturischen Pferderasse Asturcones tragen sie ihren Teil bei.
Die Asturcon-Pferde sind recht kleine, aber kräftige Pferde und besitzen eine lange, prachtvolle Mähne und ein schwarzes Fell.
Sie leben noch in freier Wildbahn, sie dort aufspüren ist allerdings nicht einfach. Ihr Bestand ist leider durch die zunehmende Zahl der Wölfe im asturischen Gebirge gefährdet. Speziell im Winter werden immer wieder Asturcones gerissen. Deswegen versucht man sie verstärkt im Winter in tiefer gelegene Gebiete zu bringen.
Der Mittag sah uns im Restaurante La Solana in Mareo.
Obwohl wir am Vortag sehr gut gegessen hatten, wurde die Qualität des Menüs sogar noch leicht getoppt.
Neben Kabeljauschaum mit Kaviar, Wurst und Kroketten gab es Gänsestopfleber auf Zwiebelmousse, Seeigeleis mit Apfelgelantine, Milchlammschulter mit Apfeltimbale und Trüffeljus. Jedes Gericht war ein Gedicht, ebenso die korrespondierenden Weine aus den Regionen Rueda (Mantel Blanco) und Navarra (Coto de Hayas, Campo De Borja).
Nachmittags besichtigten wir Gijon, die größte Stadt Asturiens. Gijon ist bekannt für sein vielfältiges Kulturangebot (Internationales Filmfestival, Iberoamerikanische Buchmesse, etc. sowie zahlreichen Museen und Kirchen), seine Universität, aber auch für Sport (Fußball, Pferdrennen) und Shopping.
Die Halbinsel mit seiner Altstadt Cimadevilla, einem ehemaligen Fischerviertel, lädt zum Bummeln und Verweilen ein. Auf den Strassen herrscht im Sommerhalbjahr ein fröhlich-friedliches Treiben.
Gijon profitierte in den letzten Jahren vom steigenden Interesse an Kunsthandwerksarbeiten, da die Stadt ein Zentrum für alte handwerkliche Traditionen ist. Spezialisten aus Gijön wenden immer noch uralte, woanders schon vergessene Arbeitsverfahren an.












