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Arles – das Tor zur Camargue
Für Urlauber, die eine Flusskreuzfahrt über die Rhône geplant haben, ist Arles meist der Ausgangspunkt ihrer Fahrt. Doch ein längerer Besuch der kleinen kann sich durchaus lohnen.
Bei einem Stadtrundgang kann man zahlreiche römische Bauwerke wie das bemerkenswerte Amphitheater sowie ein weiteres antikes Theater besichtigen. Südöstlich der Altstadt befindet sich zudem die Nekropole Alyscamps, die mit gut erhaltenen Grabstätten zu einer Besichtigung lockt. Auch neuere Bauwerke, wie die Kathedrale von St. Trophimes mit ihrer romanischen Fassade, können sich sehen lassen.
Liebhaber von Vincent van Gogh können in Arles auf seinen Spuren wandeln, denn in den Jahren 1888/89 lebte der niederländische Maler in der südfranzösischen Stadt und porträtierte diese in zahlreichen seiner Bilder. Unter anderem inspirierten van Gogh verschiedene Orte der Stadt Arles zu den Bildern „Caféterrasse am Abend“ und „Das gelbe Haus von Arles“. Einige der Orte wurden ab den 1990ern speziell für Touristen dekoriert, damit sie den Gemälden van Goghs ähnlicher sehen.
Camargue
Arles gilt auch als das Tor zur Camargue, die sich vorwiegend südlich der Stadt zwischen den beiden Mündungsarmen der Rhône erstreckt. Das Naturschutzgebiet ist für die artenreiche Wasservogelwelt bekannt, wo sogar Flamingos leben. Doch gerade die robusten und genügsamen Wildpferde sowie die Camargue-Stiere verleihen der Landschaft einen besonderen Charme, den man bei einer ausgedehnten Wanderung verspüren kann.
Camargue-Stiere sind für ihr vorzügliches Fleisch bekannt, aber auch bei unblutigen Stierkämpfen in der Provence spielen sie eine wichtige Rolle. Heute leben sie wie die Camargue-Pferde zwar in der freien Natur, tragen jedoch die Brandzeichen ihrer Besitzer.
Daniela Hesse





