URLAUB IN SÜDAMERIKA - ARGENTINIEN
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Argentinien - Urlaub in unberührter Natur
Sich für einen Urlaub in Argentinien zu entscheiden, ist hierzulande noch etwas ungewöhnliches. Viele denken beim Stichwort "Argentinien" zuerst an Diego Maradona, Tango oder Evita Peron, Literaturfreunde auch an Namen wie Mario Vargas Llosa, Jorge Luis Borges oder Alfredo Bauer.
Doch Argentinien ist auch jedem Natur- und Abenteuerurlauber ein Begriff. Bei Trekking- oder Mountainbiketouren in den Nationalparks von Patagonien oder Feuerland oder während eines Urlaubs bei Gauchos in der Pampa kommt man ebenso auf seine Kosten wie bei einer Tour entlang des Rio de la Plata.
Weinliebhaber sollten die Provinz Mendoza wegen ihrer interessanten Bodegas ansteuern. In Argentinien werden sowohl ausdrucksvolle Rotweinen aus den Rebsorten Malbec, Cabernet Sauvignon oder Syrah erzeugt als auch ansprechende Weißweine aus Chardonnay-, Torrontes-, Sauvignon Blanc- und anderen weißen Trauben.
Und wer Stadtluft mit südamerikanischem Flair schnuppern möcht, der sollte Urlaub in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires machen.
Der Nordosten
Die bekannteste Attraktion im Nordosten Argentiniens sind die Iguazú-Wasserfälle: 275 größere und kleinere Wasserfälle auf einer Fläche von etwa 2,5 Qudratkilometern.
Urlaubern bietet sich hier ein sehr beeindruckendes Naturschauspiel: Bis zu 7000 Kubikmeter Wasser rauschen pro Sekunde in die Tiefe. Die Iguazú-Wasserfälle liegen an der argentinisch-brasilianischen Grenze.
Ein anderes Naturphänomen sind die Lagunen von Esteros de Iberá. Die Esteros de Iberá sind ein fast 200 Kilometern langes 60 Kilometern breites Sumpfgebiet, das vor allem von Vogelliebhaber gerne besucht wird. Je nach Gusto und Ziel kann man das Gebiet im Boot, Geländewagen oder auf dem Pferd erkunden.
Von historischem Interesse sind die Ruinen der Jesuitenmission von San Ignacio de Miní, 20 Kilometer südlich der Wasserfälle. Ein beeindruckendes Relikt aus der Zeit der Koexistenz von Missionaren und indianischen Ureinwohnern im 18. Jahrhundert, das die Pracht der Missionen erahnen läßt.
Der Nordwesten
Der Nordwesten Argentiniens bietet Urlaubern ein ganze Palette von Attraktionen - vor allem höchst unterschiedlichen Naturlandschaften.Unter den Städten sticht Salta hervor, die malerische Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, die einst Vorposten des spanischen Vizekönigtums von Peru war. Hier findet sich noch viel kolonialer Flair samt sehenswerter Architektur.
Für Naturliebhaber ist der Nationalpark El Rey ein Muss. Etwa 200 km östlich von Salta gelegen, beherrbergt ein wahres Tropenparadies mit Regenwäldern und einer reichen Vogelwelt.
Eine Reise mit dem berühmten Andenzug "Tren a las Nubes", ("Zug in die Wolken"), führt hingegen direkt hinauf in die Puna, eine im Durchschnitt 3600 Meter hoch gelegene Bergwüste aus Schotter und Salzseen, die bis nach Chile und Bolivien reicht.
Eine grandiose, auf einer Länge von 80 Kilometer über 1000 Meter ansteigende Schlucht ist die Quebrada de Humahuaca nördlich der Provinzhauptstadt San Salvador. Ihr Tal leuchtet in allen erdenklichen Rottönen.
Weinliebhaber und Bergsteiger zieht es nach Cuyo, den zentralen Andenabschnitt Argentiniens. In der Region um Mendoza werden die besten Weine des Landes hergestellt und der Aconcagua, der höchste Berg Amerikas, lädt zu aufregenden Expeditionen ein.
Die Pampa
Für viele Europäer steht die Pampa despektierlich für "Provinzialität". Für Argentinier selbst bedeutet die Pampa viel mehr: Geschichte, Heimat, Freiheit, Abenteuer und sogar Arbeitsplatz. Der hier beheimatete Gaucho nimmt eine ähnliche Rolle ein wie der Cowboy in den USA.
Geographisch reicht die weite grüne Grasfläche der Pampa von der nördlichen Grenze Patagoniens, dem Río Colorado, bis nach Córdoba, eine Strecke von rund 900 Kilometern.
Weltberühmt ist das wichtigste Produkt der Pampa: Das argentinische Rindfleisch. In den unendlichen Weiten der Pampa können hundertausende Rinder in Ruhe grasen und frei von Silagefütterung das beste Rindfleisch der Welt ansetzen.
Die berühmten Estancias der reichen Grundbesitzer haben sich heute vielfach dem Tourismus geöffnet. Ein attraktives Angebot für alle, die Argentinien von seiner Gutsherrenseite kennen lernen möchten.
Auch ein Ausflug in die Welt der Gauchos ist natürlich möglich. Man kann an vielen Orten in Rodeo-Manier reiten, Steaks grillen und an Umzügen teilnehmen. Am bekanntesten ist das Festival San Antonio de Areco, das alljährlich im November stattfindet.
Patagonien
Patagonien ist das Paradies für Naturbegeisterte schlechthin. Denn südlich des 38. Breitengrades, zwischen den chilenischen Anden und dem Atlantik gelegen, findet man so ziemlich alles an Natur, was man sich denken kann: Berge zum Wandern und Mountainbiken, Gletscher, Seen zum Angeln und an der Küste zahllose Tiere: Pinguine, Wale, Seelöwen und Seeelefanten.
Ein Highlight ist der Gletscher-Nationalpark Los Glaciares, der sich über 200 km entlang der Anden erstreckt. 13 Gletscher kommen von der kontinentalen Eiskappe herunter und münden in die Seen Lago Viedma und Lago Argentino. Die Gletscherfronten können mit Bootsausflügen erkundet werden. Die meisten Urlauber besichtigen den majestätischen Perito-Moreno-Gletscher, der eine Fläche von 200 Quadratkilometern einnimmt und 1981 gemeinsam mit den Wäldern der Umgebung von der UNESCO zum Welt-Naturdenkmal erklärt wurde.
Ein sehr beliebter Ort für Touristen ist San Carlos de Bariloche in den patagonischen Anden. Bariloche ist eine kleine, saubere, europäisch-alpin wirkende Stadt, die malerisch in den bewaldeten Bergen Nordwestpatagoniens am Ufer des azurblauen Sees Nahuel Huapi liegt.
Von der Stadt aus kann man per Ausflugsschiff den See erkunden oder das Catedral-Skizentrum (17 Kilometer entfernt) besuchen, das den Vergleich mit jedem großen Skiort in den Alpen standhalten kann. Auch Wanderausflüge - z. B. zum 2135 m hohen Berg Cerro Colorado - oder Erkundungen des patagonische Seengebiet lohnen sich.
Tierfreunde und Meeresliebhaber besuchen die Halbinsel von Valdés. Sie ist ein nahezu einmaliges Reservat für Meeressäuger und Meeresvögel. Seehunde, Seelöwen, Seeelefanten, Pinguine und der Glattwal können von jedermann - etwa per Schlauchboot - beobacht werden. Landschaftlich nimmt sich die Halbinsel allerdings eher langweilig aus.
Feuerland - stürmisch und legendär
Das "Tierra del Fuego" (Land des Feuers), die windumtoste und wilde Inselgruppe Feuerland im äußersten Süden Lateinamerikas, bietet faszinierende Landschaften mit Bergen, Meer, Gletschern und Wäldern. Die wichtigste Stadt Feuerlands ist Ushuaia (30.000 Einwohner), die südlichste Stadt der Welt. Sie fungiert als Eintrittspforte zur Antarktis.
Naturfreunden und Abenteuerfreaks bietet Feuerland zahllose Möglichkeiten: Wandern, Reiten, Segeln, Trekking, Kajak oder Kanu fahren, Mountainbiken; im Winter Langlauf, Ski oder Hundeschlitten fahren.
Sehenswürdigkeiten im äußersten Süden Argentieniens
Trotz der rauen Landschaft Feuerlands (die Tagestemperaturen im Hochsommer liegen bei etwa 15 Grad Celsius) gibt es einiges zu sehen. So ist es kein Wunder, dass die Stadt ganz im Zeichen des Tourismus steht. Zahlreiche Touren können von Ushuaia aus gebucht werden:Nationalpark Tierra del Fuego Etwa zehn Kilometer westlich von Ushuaia gelegene Wildnis. Sie bietet unter anderem Moorgebiete, die zu Fuß erkundet werden können.
Lago Escondido, der Lago Fagnano und der Lago Yehuin. Nördlich der Stadt liegen einige sehr sehenswerte Seen mit abenteuerlichen Wanderrouten und interessanten Fotomotiven.
Río Grande Zu beiden Seiten des Flusses Río Grande, nicht zu verwechslen mit anderen Flüssen gleichen Namens, gibt es die südliche Pampa und eine Unmenge Schafe zu sehen.
Kap Hoorn (Cabo de Hornos) Erfahrene und seefeste Freunde des Segelsports können Törns zu dem südlichsten Stück Land auf unserem Globus buchen.






