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Warum nicht mal wieder Italien – die liebenswerte Region Apulien

Angler in Polignano

Angler in Polignano

von Hans-Joachim Franzen

 

Viele Urlauber, vor allem diejenigen, die mit dem Flugzeug verreisen, haben in den letzten Jahrzehnten Italien links liegen gelassen. Italien bot, zumindest im Sommerhalbjahr, nur wenige günstige erreichbare Urlaubsziele an. Außerdem lag auch in den Urlaubsorten selber das Preisniveau deutlich über denen vergleichbarer Destinationen. Aber auch in Italien bleibt die Zeit nicht stehen, preiswerte Flüge bringen unsere italienischen Mitbürger in ihre Heimat und auch für experimentierfreudige Urlauber bleibt genügend Platz in den Maschinen. Experimentierfreude bedeutet in dem Fall in eine Region zu reisen, in der sich nicht alles um den Urlauber dreht und in der die Menschen ihr normales Leben führen, aber es bedeutet auch auf organisierte Touren zu verzichten und mit einem Mietwagen die Region auf eigene Faust zu erkunden.

 

Bari, die Hauptstadt Apuliens

Karten spielende Fischer in Polignano

Karten spielende Fischer in Polignano

Die Fluggesellschaft Germania eröffnete im Mai 2009 zwei neue Flugverbindungen nach Bari, der apulischen Hauptstadt und zwar von Düsseldorf und Basel aus. Um diese neuen Strecken zu promoten, luden Germania und die apulische Tourismusförderung Reiseverkehrskaufleute und Journalisten aus Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz ein, Bari und Apulien näher kennenzulernen.

Und so landete unsere Reisegruppe eines morgens um 8.50 Uhr auf dem Flughafen von Bari.Wir, die Teilnehmer aus Düsseldorf, checkten im Hotel Villa Romanazzi Carducci ein, frühstückten eine Kleinigkeit und marschierten dann schnurstracks in Richtung Meer und Hafen.

Nach dem Fußmarsch legten wir in einer Fischerkneipe einen Pause ein und ließen bei einer Flasche Bier die Atmosphäre auf uns wirken. Nur wenige Schritte entfernt säuberten und verkauften Fischer Muscheln, Tintenfische, kleine Meerbarben und andere Rifffische, fachsimpelten oder spielten Karten.

Wir genossen die warme Sonne, blickten über das Hafenbecken bis zumTeatro Margherita und waren bereits jetzt einig: Ein Besuch in Apulien ist entspannend und lohnenswert.

Im Petruzzelli-Theater in Bari

Im Petruzzelli-Theater in Bari

Nach einer kleinen Siesta stand am späten Nachmittag eine Führung durch die Altstadt auf dem Programm. Der Rundgang führte entlang des alten Kastells, der Kathedrale San Sabino, der Wallfahrtskirche San Nicola und vieler weiterer Sehenswürdigkeiten bis zum Teatro Petruzzelli. Dort bekamen wir eine Sonderführung, Sonderführung deshalb, weil es für den normalen Publikumsverkehr nicht eröffnet werden darf. Das Theater war in der Nacht vom 26. auf den 27. Oktober 1991 durch Brandstiftung vernichtet worden, wahrscheinlich hatte die Mafia ihre Finger im Spiel, unter anderem weil sie an dem Wiederaufbau kräftig mit verdienen wollte. Am 22.November 2006 war der Wiederaufbau abgeschlossen, trotzdem wird die Wiedereröffnung immer wieder aus politischen Gründen herausgezögert. Es wäre schön, wenn diese Theater endlich seiner Bestimmung zugeführt werden könnte. Wir aber verließen den großartigen und gleichzeitig deprimierenden Ort und machten uns auf den Weg zum Abendessen in der Altstadt.

 

Weiter zur Apulienreise Teil 2


Tintenfischklopfer in Bari

Tintenfischklopfer in Bari

Der Hafen von Bari
Der Hafen von Bari
In der Fußgängerzone
In der Fußgängerzone
Straßenverkauf
Straßenverkauf


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