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Naab und Schwarzach 2004
Wie wir es bereits im vergangenen Jahr geplant hatten, sind wir dieses Jahr im Mai nochmals an die Naab bei Schwandorf gefahren, wieder haben wir das Graf-Schlau Wasser gewählt, da dies sehr abwechslungsreich ist mit dem Hauptstrom, Altarmen und Seitenströmen, sowie schönen Seerosenfeldern.
Die Rahmenbedingungen waren dieses Mal nicht so günstig wie in 2003, das Wetter war recht gemischt mit sonnigen Abschnitten und Regenschauern bis zu Wolkenbrüchen und stark schwankenden Temperaturen von T-Shirt Wetter bis nahe an den Gefrierpunkt.
Dennoch fingen wir auch dieses Mal wieder die unterschiedlichsten Fischarten, jedoch nicht nur weniger Arten, sondern auch deutlich weniger, an einigen Tagen retteten uns lediglich Barsche, Ukelei und Rotaugen. Dennoch konnten einige Karpfen gelandet werden, sowie ein schöner 72er Hecht. Der Waller war uns auch dieses Jahr leider nicht vergönnt.
Zwischendurch besuchte uns noch Franz, ein regional ansässiger Angelkollege, den Karsten aus dem Angelforum kannte. Auch er hatte zwar Erfolg, aber auch nicht den übermäßigen, den hat er einige Wochen später in einem seiner Stammgewässer nachgeholt mit einem tollen Aal von über 5 Pfund. Petri Heil!
Am letzten Tag haben wie noch einen Abstecher an die Schwarzach unternommen, jedoch waren wir hier ein wenig enttäuscht. Die Landschaft ist wirklich absolut einmalig schön, aber das ist ja nur ein Aspekt beim Angeln. Außer einem schönen Spiegelkarpfen und einem 49er Hechtlein tat sich herzlich wenig. Gespräche mit anderen Anglern ergaben auch bei denen nur geringste Erfolge; einige beklagten die Gewässerveränderung durch das Stauwehr und das damit verbundene Absinken des Wasserspiegels unterhalb, sowie die Verlandungstendenzen oberhalb.
Die Auswirkung davon: die ehemals schönen Bestände an großen Nasen und Rotaugen scheinen verschwunden zu sein, die Spezialisten haben in den letzten Jahren weniger und weniger gefangen.
Trotzdem erscheint es mir lohnenswert, es noch einmal zu versuchen, bei günstigerer Witterung (bei unserem Aufbruch waren es gerade einmal noch 3 Grad!). Mit der Fliege auf Forellen, dem Streamer auf Hecht, der Nymphe auf.... was auch immer anbeißt. Und landschaftlich habe ich selten schönere Gegenden gesehen und gehört – ja gehört, denn wirkliche Ruhe, sprich kein Geräusch außer dem Murmeln des Wassers ist leider inzwischen viel zu selten geworden.
Fazit: die Region ist in jedem Falle empfehlenswert, bietet sie doch eine Vielzahl an sehr schönen Gewässern, tolle Landschaft und herzlichen und offenen Einheimischen.


Bilder vom Angeln an der Naab 

