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Andalusien - Etappe II: Geländewagentour und Wandern in der Sierra Nevada
Lange Zeit wohnten in diesen Wohnungen vor allem Künstler und Zigeuner, inzwischen sind die Wohnungen hoch begehrt, auch als Ferienwohnungen bzw Hotelzimmer.
Der größte Vorteil der Höhlenwohnungen ist ihr beständiges, angenehm trockenes Klima. Das ganze Jahr herrscht eine Temperatur von etwa 20 Grad. Außerdem sind die Ferienwohnungen sehr ruhig - schließlich sind die "Wände" ja auch extrem dick und die Wohnungen sind sehr gemütlich eingerichtet. Heute sind natürlich auch sämtliche modernen Einrichtungen, wie Strom, fließend Wasser, TV, Internetanschluß usw., vorhanden.
Abends machten wir es uns in dem zur Ferienanlage Cuevas de Tío Tobas gehörenden Höhlenrestaurant gemütlich, das Essen und die Weine aus der Region waren super lecker und der Abend zog sich noch lange hin.
Am nächsten Morgen stand eine kleine Rallye auf dem Programm. Ziel war es diverse markante Stellen im Gelände zu finden. Dazu bekam jedes Team eine Mappe mit etwa 50 Fotos und ein GPS mit abgespeicherten Wegepunkten.
Schon die Fahrt zum Startpunkt der Rallye - entlang eines trockenen Flussbettes - war ein wilder Abenteuer; hier konnten die Geländewagen zeigen, was in ihnen steckt. Buchstäblich über Stock und Stein ging die Jagd dann quer durch das Gorafe-Gebiet, vorbei an üppiger herbstlicher Vegetation und wüstenartigen Geländeabschnitten, Ruinen, alten Erzminen; immer bergauf und bergab.
Die Fahrer mussten starke Nerven an den Tag legen, nicht wegen der anspruchsvollen Strecke, sondern wegen der spitzen Schreie und teilweise nervösen Gelächters der mitfahrenden Damenwelt.
Zwischendurch machten wir eine Pause an einer stillgelegten Bahnstrecke, und fuhren ein wenig mit einer Fahrraddraisine. Da sich der morgendliche Dunst – es hatte in der Nacht kräftig geregnet – schnell verzog und es auf den Bergen geschneit hatte, bot sich uns ein atemberaubendes Panorama.
Die Luft war klar, es war windstill und es herrschte, sobald die Motoren abgestellt waren, eine absolute Stille. Später machten wir nochmals Halt an der atemberaubend schönen Burg Castillo de la Calahorra, einer alten Festung aus dem 16.Jahrhundert.

Blick auf die Kirche von Capileira und die Sierra Nevada.
Wir mussten weiter und so fuhren wir in die Sierra Nevada, immer bergauf Richtung Capileira.
Nach kurvenreicher Fahrt legten wir in Pampaneira einen Zwischenstopp ein, schließlich machte sich ein gewisses Hungergefühl bemerkbar. In dem kleinen Restaurant Belezmín aßen wir zu Mittag, fuhren weiter nach Capileira und wanderten bei herrlichstem Sonnenschein von dort immer bergab nach Poqueira.
Sobald man in den Schatten kam, wurde es hier oben in den Bergen der Sierra Nevada doch frisch, schließlich waren wir auf einer Höhe von 1450 Metern; aber wir waren alle passend angezogen.
In Poqueira schauten wir in verschiedene Geschäfte herein, bewunderten das Angebot an Schinken, Teppichen und Töpferwaren, machten uns allerdings schon bald wieder auf den Weg.
Die Nacht verbrachten wir im Hotel Alcadima in Lanjarón. Die Hotelanlage lässt dem einzelnen Gast viel Platz, was sich auch in der Größe der Zimmer, eher kleine Appartements, widerspiegelt.
Das Essen im Restaurant sei an dieser Stelle ganz besonders hervorzuheben, es wird ausschließlich nach alten Rezepten der Region gekocht, Rezepte, die der Hotelbesitzer mit viel Mühe der einheimischen Bevölkerung entlockt wurden.
Lanjarón ist ein hervorragender Ausgangspunkt für Wanderungen in die südliche Sierra Nevada, Reittouren, Bergsteigen, Mountainbiking oder Canoing. Übrigens wird hier das bekannteste Mineralwasser Spaniens "Lanjarón" abgefüllt.






