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Tag 6 und 7: Passage Amazonas-Delta und Seetag
Heute können wir uns von den Strapazen der letzten Tage erholen, denn unser Schiff nimmt Fahrt auf durch das Delta des Amazonas hinaus aufs Meer Richtung Französisch Guayana. Der Fluss ist hier so breit, dass wir uns wie in der Mitte vom heimatlichen Bodensee fühlen. Viele Boote, beladen mit Waren der verschiedensten Art und Schlepper, die Container mit Holzstämmen transportieren, das gehört wohl zu einem Fluss dazu. Erstaunt sind wir jedoch jedes Mal, wenn uns ein riesiges Kreuzfahrtschiff auf dem Fluss entgegen kommt. Das Delta des Amazonas ist wirklich so gewaltig, dass die Insel Ilha de Marajó, größer als die ganze Schweiz, darin Platz hat. Lange noch, nachdem wir die Küste aus den Augen verloren haben, färbt das Amazonaswasser den Ozean graugelb. Aber die immer größer werdenden Wellen zeigen uns, dass wir den Flusslauf verlassen haben und uns im Atlantik befinden.
Nach einer ruhigen Nacht erwarten uns um 7:00 Uhr Kaffee, Tee und Croissonts auf dem Promenadendeck und ich geselle mich zu einigen Unentwegten, die in Joggingschuhen ihre Runden ziehen. Um 7:30 Uhr bekämpfen wir unseren Muskelkater mit Stretching, geleitet von einer der charmanten Tänzerinnen der „Royal Dancers“, der bordeigenen Revuetruppe. Danach schmeckt uns das Frühstück in der Lidobar an Deck besonders gut.
Anschließend erfahren wir von den Lektoren alles über die Teufelsinsel in ihrem Vortrag „Auf den Spuren von Dreyfuss und Papillon“. Um 12:30 Uhr nach der anstrengenden „Bauch-Beine-Po“ - Gymnastik haben wir uns das üppige Mittagessen dann wirklich verdient.
Nach einer kleinen Siesta werden uns die ersten Schritte Karibischer Tänze nahe gebracht, bevor wir uns zur Kaffee-, Tee- und Kuchenstunde mit frischen Waffeln, heißen Sauerkirschen und Eiscreme niederlassen.
Um 17:00 Uhr steht einer der Höhepunkte einer jeden Seefahrt an: Die Äquatortaufe. Denn Neptun, Herrscher aller Meere, Brackwassertümpel und Badewannen, kommt mit seinem Gefolge an Bord, um die Erdenbürgen zu reinigen und zu taufen. Bei 27 Grad ist das Geplansche mit Seifenlauge aber sehr gut zu ertragen und der anschließende Sprung in den Pool wäscht alle Sünden von uns.
Damit die acht leckeren Mahlzeiten am Tag nicht zu sehr ansetzen, zwingen wir uns noch vor den Feierabend-Aktivitäten zu einer Stunde „Workout“ im bordeigenen Fitness-Raum.
Da die Sonne kurz nach 18:00 Uhr untergeht, stehen wir mit einem Cocktail an der Reeling, hören dem Pianisten Alexey am Piano zu und beobachten vor uns hinträumend, wie langsam die Sonne im Meer versinkt. Wir stärken uns mit einem 8-Gänge-Menue und finden uns zur Showtime im Grand Salon ein, wo uns von der Bordband die „wilden 50iger und 60iger Jahre“ als Musik- und Kostümshow präsentiert werden. Anschließend werden wir mit dem Film „Papillon“ auf der Großbildleinwand auf den morgigen Tag eingestimmt. Ein Mitternachtsimbiss und ein karibischer Cocktail bilden den Abschluss eines idealen Tages auf See. Die ganz Unentwegten unter uns sind dann noch bis weit in die Nacht hinein in der Disco oder in der Piano-Bar unterwegs.



