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Meeresangeln in Dänemark: Vier Tage am Gelben Riff (I)

Dorsch von 29 Pfund. Fotos: H.J.Franzen

von Hans-Joachim Franzen


Schon seit Jahren wollte ich einmal mit dem Polarschiff MS Arctic Janus zum Gelben Riff fahren. Als Polarschiff lieg die MS Arctic Janus auch bei schwerer See gut in der Welle, dadurch ist das Schiff auch für Landratten gut geeignet eine angenehme, seekrankheitsfreie Angeltour zu garantieren.

 

Für die letzte Augustwoche 2006 konnten wir eine Viertagetour buchen. Sonntag mittags kamen wir in Hirtshals an und hatten so bis zur Ankunft der anderen Angler etwas Zeit, nicht nur unsere Sachen in aller Ruhe an Bord zu bringen, sondern uns auch mit der Crew bekannt zu machen:



Pollack

Klaus, der dänische Kapitän des Schiffes, der eine gute Nase für Fischstandplätze hat, Werner, der ebenfalls rifferfahrene 2. (norddeutsche) Steuermann dieser Tour Andree, norddeutscher Organisator allen Notwendigen, Fachberater für Angelmethoden, Mirtek, der polnische Boardtechniker, Smutje, Stewart, Filetierking und „Mädchen für alles. Nach der Ankunft der Mitangler ging es dann endlich raus.

 

Aber nachdem wir die Hafeneinfahrt hinter uns hatten, zeigte die Nordsee ihr typisches Gesicht: viel Wind und viel Seegang. Das war ja nur im Liegen auszuhalten. Also ab in die Kojen und die Nacht über geschlafen.


Denn auch nach dem Ankern war an Angeln nicht zu denken, es war kaum möglich an Deck zu angeln und gleichzeitig einen sicheren Stand zu haben. Mein Bruder versuchte es, gab das aber schnell wieder auf.


Die Nordspitze Dänemarks

Am Morgen dann, die Rückfahrt zum Hafen, denn der Wind sollte weiter auffrischen. So verbrachten wir dann einen schönen Tag an Land, nutzten die Zeit, um über Albaek nach Skagen zu fahren und einmal wieder an der Nordspitze Grenen das Zusammentreffen von Nordsee und Ostsee zu beobachten. Und bei den vorherrschenden Windstärken war es ein unvergessliches Naturschauspiel.

 

Auf dem Rückweg schauten wir uns noch einen Forellensee an. Nicht zu groß und sehr schön gelegen. Und der Würzburger Angler mit seinem Sohn, den wir dort trafen, hatte bereits zwei schöne Forellen landen können. Der Rest des Tages war dolce vita an Deck. Gegen Abend stieß dann noch ein weiterer Angler zu uns.


Multirollen sind fürs Gelbe Riff ideal

Der Dienstag sollte uns dann endlich an die ersten Fische bringen. Da wir doch einige Landratten unter uns hatten, vereinbarten wir, dass die Ausfahrt erst nach dem Frühstück erfolgen sollte, damit die Dünung weiter abbauen konnte. Gesagt, getan. Die erste kurze Drift nach etwa 3 Stunden Fahrt brachte keinen nennenswerten Fisch an Deck. Also weiter zu den eigentlichen Zielen. Und da ging es dann zur Sache.

Einer der zahlreichen Dorsche von Roland

Ich war überrascht über die Durchschnittsgrößen, die an Board kamen, alles so um die 6-8 Pfund. Kleindorsche waren nicht dabei. Also das Schiff verlegen, die Crew war unzufrieden mit der Ausbeute – und es wurde besser.

 

Die ersten 10-Pfünder kamen an Deck und die ersten 14/15-Pfünder. Bruderherz hatte guten Erfolg, bei mir blieben die Bisse etwas seltener, zumeist waren es dann Aussteiger. Aber ich habe meine ersten Riffdorsche gefangen, was will ich mehr.

Mirtek war unermüdlich im Einsatz

Und Mirtek war unermüdlich im Einsatz, wuselte mit dem Gaff von einem zum nächsten, waren zu viele Fische im Drill, waren auch Andree und Werner mit weiteren Gaffs im Einsatz – und schließlich helfen Angler untereinander ja auch (zumindest hier).

Abends wurde filetiert und eingefroren, geduscht und nach einem leckeren Abendessen von Mirtek, ging es recht früh zu Bett. Wir hatten ja noch einiges vor für den nächsten Tag. 


Weiter zum Gelben Riff Teil 2


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