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Meeresangeln in Dänemark: Vier Tage am Gelben Riff (II)

Die Ausbeute der ersten 40 Minuten. Fotos: H.J. Franzen

Nach dem Frühstück begannen wir nach etwa dreißig Minuten mit dem Angeln. Bevor die erste Viertelstunde um war, hatte Hans bereits 3 schöne Dorsche im Korb liegen. Er war im wahrsten Sinne des Wortes der ausgeschlafenste an diesen Tag.

 

Aber auch bei uns anderen ging es danach schnell und gut los. Dorsch auf Dorsch wurde angelandet, dazwischen auch einmal ein Pollak und Köhler, die blieben aber in der Unterzahl. Makrelen gingen vereinzelt an kleinere Beifänger und wurden noch gute Köder.

Ein Seehecht, ein echtes Novum am Gelben Riff

Die Überraschung des Tages war ein schöner Seehecht! Niemand an Bord hat jemals von Seehechtfängen am Gelben Riff gehört. 

Vor den Zähnen des Seehechtes muss man sich sehr in Acht nehmen. Nachdem er durch den Seegang zu mir rüber rutschte, verspürte ich einen ungewohnten Druck an meinem Gummistiefel. Aus der Konzentration meines Drills gerissen sah ich, dass er sich in meinen Stiefel verbissen hatte. Uuups.

 

Hans hatte dann auch das Glück den ersten Leng zu fangen; kein Riese, aber mit etwa 90 cm dann doch ein schönes Tier. Er legte im Laufe des Tages noch weitere nach. – Und hier kommen wir zurück zu den Makrelen, denn die Leng bissen auf Pilker und Beifänger mit Fischgeschmack...

André mit schönem Dorsch

Die ersten 20-Pfünder wurden gefangen; wow was für ein Anblick. Den schärfsten Drill hatte ein Angler mit einer Triplette: 2 Dorsche von je ca. 12-14 Pfund und einer mit etwa 8-9 Pfund. Auch nach dem Mittagessen ging es munter weiter, Dorsche, Leng, Pollak, Makrelen.

 

Und der größte Dorsch der Tour, er brachte satte 29 Pfund auf die Waage. War das eine Drift, überall krumme Ruten, Dorsche mit Durchschnittsgewicht von über 10 Pfund, einige fette Doubletten und mein bisher größter Dorsch. In der Abdrift, den Pilker immer wieder auf Grund gebracht, denn da Stand der Fisch scheinbar gestapelt.

Im Drill

Im Drill

Beim letzten Absacken lassen vor dem Einholen kam der Biss. Er hat mir nicht gerade die Rute aus der Hand gerissen. Es war ein starker Widerstand verbunden mit dem typischen Zucken in der Rute. Sehr schnell wurde mir klar, dass das mein bisher größter Dorsch am Haken war. Hans auch und seine Ratschläge waren hervorragend. Denn er hielt sich im Grunde genommen raus und brachte mir Ruhe in den Drill. „Nicht überstürzen, lass Dir Zeit, pumpe ihn mit viel Gefühl“. OK, OK, OK.

 

Also bloß kein Gewalt, wozu gibt es die Dünung? Das Schiff auf dem Wellenberg holt den Dorsch heran, im Wellental wird gekurbelt. Das ging wirklich gut so. Brüderlein: herzlichen Dank für Deine sparsam dosierten, aber wirklich guten Ratschläge.


Der Korb ist voll

Nach einer Weile, der Wind hatte tagsüber abgeflaut und es war keine Kräuselung auf dem Wasser, konnten wir auf der Wasseroberfläche viele kleine Luftblasen sehen. Was war das? Habe ich einen Schweinswal gehakt?

 

Nein, später wurde uns klar, dass der Dorsch versuchte den Druckunterschied auszugleichen. Also mit viel Spannung weitergedrillt. Zwischendrin nimmt er mir einiges der gewonnenen Schnur wieder von der Rolle. Die Bremse war recht hart eingestellt, also war da ein Fisch am Haken mit viieeel Kraft.

 


Weiter zum Gelben Riff Teil 3


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