URLAUB IN PORTUGAL - ALGARVE
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Urlaub an der Algarve – Portugals schönste Küstenregion
Die Südküste Portugals ist nicht mit anderen Küsten Europas zu vergleichen. Bizarre Felsformationen und steile Küsten mit idyllischen kleinen Buchten verleihen der Landschaft ihren ganz besonderen Charme. Bei Urlaubern ist vor allem die 155 Kilometer lange Südküste beliebt, aber auch die weniger touristisch erschlossene Westküste der portugiesischen Region Algarve kann mit schönen Stränden aufwarten.
Vor allem die steilen Felsküsten haben das Bild von der Algarve geprägt. Sie reichen 20 bis 50 Meter in die Höhe, dazwischen schmiegen sich goldgelbe Sandstrände, an denen man herrlich Sonnenbaden kann. Wer Schatten sucht, findet diesen in den kleinen Höhlen, die sich oft unterhalb der Felswände befinden. Oberhalb der Felsklippen findet man idyllisch gelegene Hotelanlagen, aber auch Golfplätze. Sie sind bei Golfspielern aus aller Welt wegen ihrer tollen tolle Lage bekannt.
Das Hinterland ist nicht nur wegen seiner archäologischen Sehenswürdigkeiten wie alten römischen Villen ein beliebtes Ausflugsziel, sondern auch wegen seiner Ursprünglichkeit. Hier scheint sich das Leben in den letzten Jahrhunderten kaum verändert zu haben, verträumte weiß getünchte Dörfer zwischen sanften Hügeln prägen das Bild. Das Hinterland der Algarve ist auch als „Garten“ der Region bekannt. Dank dem milden Klima wachsen hier Feigen-, Birnen-, Orangen-, Oliven- und wilde Erdbeerbäume. Beim Wandern, Reiten und Radfahren kann man die blühende Landschaft aktiv erkunden. Entspannung findet man hingegen in den heißen Quellen der Serrra de Monchique.
Die Vielfalt an Früchten und Gemüse wird auch auf den lebhaften Märkten sichtbar, weshalb man diesen unbedingt einen Besuch abstatten sollte. Dort kann man neben Obst und Gemüse auch regionale Spezialitäten wie Johannisbrot, den leckeren Feigenkuchen „Queijo de Figo“, Marzipanfrüchte und anderes süßes Gebäck erstehen. Auch die typischen Liköre sollte man probieren. Der Wein der Algarve besitzt einen eher mäßigen Ruf, meist wird in den Restaurants Wein aus der Nachbarregion Alentejo gereicht. Wer ihn dennoch probieren möchte, sollte nach Lagoa fahren, wo es eine gute Auswahl gibt.
Wer in seinem Urlaub die Märkte der Algarve entdecken möchte, sollte nach Loulé, Lagos und Tavira fahren. Dort kann man außer Obst und Gemüse auch traditionelle Handwerkskunst wie Korb- und Töpferwaren erstehen. In den bergigen Regionen werden auch Wollwaren angeboten.
Vor allem die Markthalle der Kleinstadt Loulé kann sich sehen lassen. Sie stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde im maurischen Stil erbaut. Dementsprechend trägt sie den Namen „Almedina“, wie die Medinas in arabischen Ländern.
Die arabische Vergangenheit ist an der Algarve an vielen Aspekten erkennbar. Das fängt schon beim Namen der Algarve an, der sich vom arabischen „al gharb“ (der Westen) ableitet und auf die Position im arabischen Reich hindeutet. Ortsbezeichnungen mit der Vorsilbe „al“ wie Albufeira zeugen genauso vom maurischen Erbe wie die Architektur. So besitzen viele der weiß getünchten Häuser blau umrandete Türen und Fenster oder Kuppeldächer. Auch zahlreiche Süßigkeiten gehen auf maurische Rezepte zurück.
Städte und Badeorte an der Algarve
Faro ist zwar die Hauptstadt und größte Stadt der Algarve, doch nur wenige Urlauber zieht es hierher. Das liegt wohl daran, dass sich vor Faro keine Strände befinden, sondern nur einige Sandbänke. Man sollte Faro im Urlaub deshalb aber nicht vernachlässigen und die Stadt wenigstens bei einem Tagesausflug erkunden. Denn die Atmosphäre der Stadt mit ihren engen Gassen und kleinen Häusern, Museen und Kirchen entschädigt für fehlende Badebuchten. Und einen Strand hat Faro dann doch noch zu bieten; der Praia de Faro liegt jedoch etwas außerhalb.
Als echte Touristenhochburg könnte man das westlich von Faro gelegene Albufeira bezeichnen. Am Strand von Albufeira ist immer etwas los, hier locken feinsandige Buchten zwischen mystischen Steinformationen zum entspannten Badeurlaub. Aber auch die Altstadt von Albufeira kann sich sehen lassen. Wer Fisch mag, sollte dem Fischmarkt einen Besuch abstatten. In den Restaurants kann man die leckeren Fisch- und Meeresfrüchtegerichte probieren. Sie werden traditionell in einer Cataplana-Pfanne zubereitet, so werden die Zutaten besonders schonend gegart und behalten ihren natürlichen Geschmack.
Fährt man noch weiter gen Westen, gelangt man nach Portimão. Der Küstenort erfreut sich bei Urlaubern aus aller Welt großer Beliebtheit. Nicht zuletzt wegen der nahe gelegenen Strände Praia da Marinha und Praia da Rocha. Die beiden Strände sind für ihre Schönheit berühmt und gelten als beliebte Fotomotive. Daher sollte man sich vor dem Abstieg zum Strand einen Moment Zeit nehmen und den Anblick genießen und ein paar tolle Urlaubsfotos zu schießen.
Der westlichste Punkt der Algarve ist zugleich auch der westlichste Punkt Europas. Daher bezeichneten die Portugiesen das Cabo de São Vicente bei Sagres früher als „O fim do mundo“ – das Ende der Welt.
Text: Daniela Hesse. Fotos: Mit freundlicher Unterstützung von www.visitportugal.com





