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Urlaub in Alessandria - reich an Schlössern und Festungen

Kathedrale von Alessandria. Bilder: Fototeca ENIT

Kathedrale von Alessandria. Bilder: Fototeca ENIT

Die Region Piemont mit ihren zahlreichen Tälern ist besonders reich an Schlössern, Festungen und Orten, in die man sich bei Invasionen oder feindlichen Einfällen zurückzog. Bis zum 19. Jahrhundert war Alessandria eine typische Militärstadt. Noch heute zeugt die fast 300 Jahre alte Zitadelle von Kämpfen und Eroberungen. Von Friedrich Barbarossa bis zu Napoleon Bonaparte haben Feldherren ihre Spuren hinterlassen.

 

Aufgrund seiner Lage zwischen Mailand und Genua wurde Alessandria zu einem Handelsknotenpunkt. Die Einwohner der Stadt mussten vor allen Dingen an ihre Verteidigung denken und bauten Wohnsitze, die Festungen glichen. Der Frieden kam Ende des 18. Jahrhunderts. Und mit dem Frieden und dem Wohlstand die Lust an Gebäuden und Kirchen im ausgefeiltesten barocken Stil. Herrliche Beispiele jener Epoche sind die Kirche der Heiligen Alessandro und Carlo und der Palast Ghilini, das Symbol der Stadt. Zusammen mit dem Hutmachergeschäft Borsalino hat der Palast die Stadt Alessandria in der ganzen Welt bekannt werden lassen.

 

Festung in Gavi

Festung in Gavi

Das Schloss in Gabiano in der Provinz von Alessandria ist eines der ältesten Schlösser der Region. Zu Beginn dieses Jahrhunderts haben allerdings einige Renovierungsarbeiten den architektonischen Wert teilweise vermindert. Eindrucksvoll ist jedoch seine Lage in beherrschender Stellung über dem Fluß Po.

 

Auf einem Felsen erhebt sich die Festung in Gavi Ligure, die im 13. Jahrhundert gegründet und vier Jahrhunderte später mehrere Male von der Republik Genua umgebaut wurde. Sie ist eine der wenigen Festungen in diesem Gebiet, deren Geschichte und Architektur von besonderer Bedeutung ist.

 

Heute erscheint das Schloss in Pozzolo Formigaro wie ein typisch lombardisches Schloss. Seine geografische Lage an der Grenze der Lombardei war für die Visconti und Sforza, die im Wechsel das Herzogtum Mailand regierten, von besonderem Interesse. Aber der ursprüngliche Bau ist sehr viel älter: möglicherweise stammt er sogar aus dem Jahr 1000, allerdings sind aus dieser Zeit nur noch wenige Reste erhalten.

 

Das Schloss in Tagliolo ist eine sehr großzügige Anlage, die durch Erweiterungsbauten zur Zeit des Barocks entstand. Trotzdem ist es eines der am besten erhaltenen mittelalterlichen Schlösser in ganz Piemont. Schon vor seiner Errichtung stand hier ein von den Byzantinern errichteten Wachturm, von dem aus die Bewegungen der Langobarden verfolgt wurden. (alp)


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