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Altstadt und Strip – die (ungleichen) Stadtzentren von Albufeira
Albufeira zählt etwa 15.000 Einwohner. Im Sommer kommen aber einige Hunderttausend hinzu, die ihren Urlaub in den Hotels und Ferienwohnungen in und um Albufeira verbringen. Dennoch hat sich Albufeira einen ruhigen Kern bewahrt. In der Altstadt gibt es sie noch, die stillen engen Gassen mit ihren weiß geputzten Häusern, die Geranien und Bougainvillea zieren. Hier lässt sich auch das eine oder andere gemütliche Restaurant entdecken, in dem die typischen Cataplana- und Fisch-Gerichte auf der Speisekarte stehen. Auch die vielen Aussichtpunkte, von denen man Strände und Meer überblickt, lohnen einen Besuch. Einen schönen Ausblick auf die Praia do Peneco hat man von der Esplanada Dr. Frutuoso da Silva, nahe des Aufzugs. Hier reicht der Blick bis zum Praia dos Alemães. Einen schönen Ausblick auf die Praia dos Pescadores und die Praia do Inatel hat man von der Rua Almirante Gago Coutinho.
Mancherorts zeigt sich aber auch Albufeiras Altstadt sehr lebendig. Die Rua 5 de Outobro gilt als Hauptstraße. Durch einen Tunnel gelangt man direkt vom Strand in die Fußgängerzone. Zahlreiche Restaurants, Cafés und kleine Geschäfte locken zum Shoppen und Flanieren. Oberhalb der Straße liegen einige interessante Bauwerke wie die Igreja Matriz, der Uhrturm Torre de Relógio und die Capela da Misericordia. Nach rechts gelangt man auf den idyllischen Platz Largo Engenheiro Duarte Pacheco, der von Bars und Restaurants flankiert wird. Einige Palmen und ein großer Baum spenden Schatten. Weitaus mehr Trubel herrscht in der Rua Cândido dos Reis, die oft nur als „Rua dos Bares“ (Barstraße) bezeichnet wird. Überwiegend handelt es sich bei den Bars jedoch um englische Pubs.
Nicht nur in der Altstadt kann man sich vergnügen. Albufeira kann mit einer Vergnügungsmeile aufwarten, die in manchem Besucher Erinnerungen an die Glitzermetropole Las Vegas hervorruft. Darum wird die Avenida Sa Carneiro gemeinhin auch nur „The Strip“ genannt. Tagsüber geht es hier noch recht gemütlich zu. Bei knallender Sonne bummeln nur wenige über den Strip. Abends füllen sich die Restaurants, Cocktail-Bars und Clubs. Die Happy-Hour dauert hier etwa bis 22.30 Uhr. Wer die portugiesische Küche schätzt, dem kann ich den Strip aber nur bedingt empfehlen. Die beiden Restaurants, die ich hier besuchte, waren leider nicht sehr gut. Das Essen war fad gewürzt und die Beilagen wenig typisch für die portugiesische Küche. Die Küchenchefs scheinen sich hier den Geschmäckern der ausländischen Besucher anpassen zu wollen. Auch die musikalische Untermalung ist hier wenig portugiesisch – schade! Besser und meist sogar günstiger speist man in vielen Strandlokalen.
Schön ist aber, dass man entlang des Strips in vielen Bars Live-Musik geboten bekommt. Sehr empfehlenswert ist das Wild & Co, direkt am Südende des Strips. Feiner geht es im Libertos zu, das an den ruhigeren Abenden ebenfalls mit Live-Musik lockt. Mein Tipp: Cocktails im Mambo. Nette Leute, super Barkeeper und leckere Drinks (z.B. Black Mangaroska). Saude! Für Partygänger lohnt sich ein Abstecher in die Rua Vasco da Gama. Unweit des Strips befindet sich hier der berühmte Club Kiss, in dem bis in die Morgenstunden gefeiert werden kann. Von außen ist das Kiss gut durch die überdimensionale Cola-Flasche auszumachen. Tipp: Wer sich vorher noch einen brasilianischen Snack oder eine leckere Caipirinha schmecken lassen möchte, findet bei den Arkaden Areias do São João (einfach Hinweisschildern folgen) die Bar Por do Sol. Hier bekommt man von Chef Cardozo erfrischende und in mancher Hinsicht auch umwerfende Caipirinhas serviert. Gut dazu schmecken die mit je nach Geschmack gefüllten Teigtaschen „Pastel“, die es hier bereits ab 1,50 Euro gibt. Bom apetite!










