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Alassio - Strandurlaub an der Palmenriviera in Ligurien
Alassio ist ein kleiner Ort an der Palmenriviera in Ligurien. Etwa 11.500 Einwohner zählt das historische Städtchen, das unweit der französischen Grenze und der ligurischen Haupstadt Genua liegt. Alassio ist vor allem bekannt für seinen natürlichen, sehr feinsandigen und leicht abfallenden Sandstrand, der sich über drei Kilometer erstreckt. Dieser ist auch der Grund, warum schon Ende des 18. Jahrhunderts viele Engländer ihren Urlaub in Alassio verbrachten.
Seitdem entwickelte sich Alassio zu einem beliebten Urlaubsort, der sich vor allem bei der englischen High Society großer Beliebtheit erfreute. Auch heute kann man noch an vielen Villen im Liberty-Stil die Präsenz der früheren englischen Urlauber erkennen. Die zahlreichen mondänen Villen verleihen Alassio noch heute ein edles Aussehen, wenn auch die Eleganz der alten Tage durch den heutigen Massentourismus etwas verblasst ist.
Trotzdem lohnt sich eine Besichtigung des historischen Alassios. So stehen in der Altstadt noch einige Paläste alter Adelsfamilien, wie der Palazzo der Marquise Ferrero. Weitere sehenswerte Palazzi sind Scoferri, Morteo und Brea. Wer im Urlaub gerne Einkaufen geht, hat hierzu in der "Budollo" Gelegenheit. Schon früher galt in der engen und antiken Gasse, die sich durch die Innenstadt zieht, das Motto "Sehen und gesehen werden".
Berühmt ist auch das "Muretto" von Alassio, eine mit bunten Kacheln geschmückte Mauer in der Via Dante, die ein beliebter Treffpunkt ist. Auf den Kacheln haben sich bekannte Persönlichkeiten mit ihrer Unterschrift verewigt, die ihren Urlaub in Alassio verbrachten. Bei den meisten handelt es sich um italienische Prominente, doch eine der ersten Unterschriften stammt vom amerikanischen Literatur-Nobelpreisträger Ernest Hemingway.
Zu jedem guten Urlaub gehört auch ein bisschen Kultur. Natürlich hat Alassio auch in diesem Bereich einiges zu bieten. Sehenswert ist unter anderem die Kirche La Madonna della Guardia, die in fast 600 Metern Höhe auf dem Monte Tirasso thront. Von dort hat man eine fabelhafte Aussicht auf Alassio. Wer einen Blick in das Innere der rund 800 Jahre alten Kirche wagt, wird nicht enttäuscht sein. Dort befinden sich interessante Votivgaben mit Motiven aus der Seefahrt.
Außerdem verfügt Alassio, das einstmals von den Sarazenen beherrscht wurde, über spätmittelalterliche Befestigungsanlagen. Dazu gehört auch der Turm "Il Torrione Saraceno" aus dem 16. Jahrhundert, der zum Schutz gegen Piraten diente.
Wer sich im Urlaub gerne Sport macht, der findet in Alassio beste Voraussetzungen vor. Das angenehm milde Klima, welches oft mit dem von Amalfi verglichen wird, sorgt für eine extra lange Badesaison von März bis November. Der flach abfallende Sandstrand lädt nicht nur zum erfrischenden Bad im Mittelmeer ein, sondern beschert auch Tauchern paradiesische Erlebnisse. In der Unterwasserwelt von Alassio sind neben Oktopusse und Tintenfischen auch Skorpionfische und Brassen zu Hause.
Außer Tauchen, kann man Surfen, Segeln, Angeln oder mit dem Motorboot die Küste Alassios erkunden. An Land warten weitere Möglichkeiten auf sporthungrige Urlauber: Es gibt Tennis- und Golfplätze, Reitclubs, Wanderwege und spannende Abfahrten für Mountainbiker.
Der Aufenthalt in Alassio verspricht daher einen rundum gelungenen Urlaub für Groß und Klein, bei dem Shopping, Kultur, Sport und entspanntes Strandleben nicht zu kurz kommen. Wem trotzdem mal langweilig wird, dem empfehlen sich Ausflüge in die Großstadt Genua oder an die französische Côte d’Azur.
Text: Daniela Hesse


