URLAUB IN DER TÜRKEI - ALANYA
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Alanya - Kultururlaub an der türkischen Mittelmeerküste
Die Geschichte Alanyas ist sehr bewegt. Egal ob Römer, Byzantiner oder Seldschuken, alle prägten das Bild der Stadt.
Die meisten Sehenswürdigkeiten stammen aus der Seldschukenherrschaft unter Aleaddin Keykubat, der im 13. Jahrhundert Alanya regierte. Sinnbild der Stadt ist der Burgberg mit seiner gewaltigen Mauer und den 150 Türmen.
Die Zitadelle auf dem Berg wurde von den Seldschuken auf alten byzantinischen Fundamenten erbaut. Der 45-minütige Aufstieg lohnt sich, alleine schon für den herrlichen Ausblick über Küste, Meer und Stadt. Für weniger Sportliche gibt es aber auch Taxis oder Stadtbusse, die gen Berggipfel fahren. Im Inneren der Burg finden sich noch an einer Mauer Überreste der byzantinischen Georgskirche (Aya Yong).
Außerdem gibt es die Stätte Adam Atacagi zu bestaunen – auch "Menschenschleuder" genannt. Hier wurden die Verurteilten von den Klippen in ihren sicheren Tod gestoßen.
Am Hafen liegt der achteckige Backsteinturm "Kizil Kulie" (der Rote Turm). Auch er wurde von den Seldschuken errichtet und diente gleichzeitig als Wehrturm und als Wasserspeicher. Im Erdgeschoss des Baus findet sich das Ethnographische Museum. Hier werden Teppiche, ein hergerichtetes Nomadenzelt, alte Kunstobjekte und vieles mehr ausgestellt.
Die Tersane war die Werft der Seldschuken. Sie ließen sie errichten um ihre Kriegflotte auszubauen und notfalls ein gutes Versteck für sie zu haben.
Im Altstadtviertel Tophane steht die älteste Moschee in der Stadt. Die Andizili Cami entstand um 1277 n. Chr. und versetzt noch heute ihre Besucher durch die herrlichen Steinmetzearbeiten in Erstaunen. Um die Moschee finden sich viele Souvenirläden.
An dem Küstenstreifen nahe dem Burgberg gibt es viele Grotten und Höhlen, die mit dem Boot besucht werden können. Die berühmtesten sind die "Liebesgrotte" mit ihren phosphoreszierenden Kieselsteinen, das "Tor der Wünsche" mit dem großen Loch im Felsgestein und die "Piratenhöhle", in der der berühmte Pirat Diodoros Tryphon (circa zweites Jahrhundert v. Chr.) seine reiche Beute versteckt haben soll.
Text: Ragah Kamel
